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Eisiger, aber genussvoller Dank für die Herzensmenschen in der Pflege

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Von: Dirk Grein

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Am Tag der Pflege spendierte Einrichtungsleiterin Anke Dahlhaus (stehend, rechts) den Bereichsleiterinnen und Bereichsleitern – stellvertretend für alle Mitarbeiter – ein Eis als Zeichen des Dankes.
Am Tag der Pflege spendierte Einrichtungsleiterin Anke Dahlhaus (stehend, rechts) den Bereichsleiterinnen und Bereichsleitern – stellvertretend für alle Mitarbeiter – ein Eis als Zeichen des Dankes. © Dirk Grein

Oft gilt ihre Tätigkeit als selbstverständlich, weil sie ihrer Arbeit auch in schwierigen Phasen mit viel Herzblut nachgehen. In den Corona-Hochzeiten erhielten die Pflegekräfte von vielen Seiten Lob. Doch auch jetzt, da die Pandemie nicht mehr in aller Munde ist, soll die Branche nicht in Vergessenheit geraten. Das Herscheider Seniorenzentrum nutzte den Tag der Pflege, um ein Zeichen zu setzen.

Herscheid - „Ohne uns würde es in den Familien große Probleme gegeben“, sagt Anke Dahlhaus selbstbewusst. Die Einrichtungsleiterin spielt darauf an, dass 365 Tage im Jahre in der Pflegebranche gearbeitet werde, um Pflegebedürftigen und deren Angehörigen zu helfen. Im Herscheider Haus, in dem 60 Bewohner leben, gelinge dies durch ein gut aufgestelltes, qualifiziertes und ambitioniertes Team.

Doch die Mitarbeiter wurden insbesondere in den letzten beiden Jahren an die Grenzen des Machbaren geführt. Corona habe ihnen alles abverlangt: Im Beruf mussten ständig neue Vorgaben umgesetzt werden. Und auch im Privaten schränkten sich die Mitarbeiter ein, um die Bewohner zu schützen.

Zwar seien die allgemeinen Fallzahlen inzwischen rückläufig. Doch die Bewohner zählen unverändert zur Risikogruppe Nummer eins. Daher gelten nicht nur für Besucher, sondern eben auch für die Pflegenden weiter strenge Schutzvorgaben (Stichwort Impfpflicht). Auch die Einhaltung der Maskenpflicht oder die Durchführung von Screenings (Untersuchungen) am Eingang bedeuten einen Mehraufwand zu den ohnehin vielfältigen Aufgaben. „Wir sind immer noch da und eigentlich hat sich nichts geändert“, sagt Anke Dahlhaus.

Genau deswegen bedankte sich die Einrichtungsleiterin am Donnerstag – dem Tag der Pflege – bei ihren Mitarbeitern: Sie überreichte ihnen passend zu den warmen Temperaturen ein Eis als kleines Zeichen des Dankes und der Anerkennung. „Sie alle leisten hier einfach tolle Arbeit“, sagte Anke Dahlhaus und hob hervor, dass das Geleistete eben nicht selbstverständlich, sondern ausdrücklich lobenswert sei.

Zudem betonte die Einrichtungsleiterin, dass der gezeigte Einsatz sich jeden Tag lohne. Das beweise das vertrauensvolle Miteinander von Bewohnern und Mitarbeitern. „Ein Job in der Pflegebranche ist etwas ganz Besonderes, langweilig wird es bei uns nicht“, machte die Einrichtungsleiterin Werbung für den Ausbildungsberuf.

Grundvoraussetzung dafür sei die Freude am Umgang mit Menschen. „Es ist eine Arbeit, für die neben fachlicher Kompetenz viel Einfühlungsvermögen und Verantwortungsgefühl nötig ist“, skizziert die Einrichtungsleiterin das Anforderungsprofil. Basierend auf dem System der britischen Krankenschwester Florence Nightingale aus dem 19. Jahrhundert stehe der Mensch im Mittelpunkt, betont die Herscheiderin: „Pflege ist eine Kunst, die Sorgfalt und Hingabe erfordert. Es ist mehr als nur ein Job, es ist Arbeit mit Herz zum Wohle der Menschen.“

Daher sei der Tag der Pflege auch mit allen Personen verbunden, die sich mit dem Gedanken tragen, eine Tätigkeit in der Pflegebranche zu ergreifen. „Wir brauchen noch mehr Herzensmenschen in diesem wundervollen Beruf“, so Anke Dahlhaus.

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