1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Herscheid

Ein Stück Herscheider Geschichte: Wever-Haus nun unter Denkmalschutz

Erstellt:

Von: Nina Scholle

Kommentare

Freuen sich über den Denkmalschutz für das Wever-Haus: Bürgermeister Uwe Schmalenbach, Richard Wiegleb, Dr. Gerhard Wiegleb und Annette Krause von der Unteren Denkmalbehörde der Gemeinde (von links).
Freuen sich über den Denkmalschutz für das Wever-Haus: Bürgermeister Uwe Schmalenbach, Richard Wiegleb, Dr. Gerhard Wiegleb und Annette Krause von der Unteren Denkmalbehörde der Gemeinde (von links). © Scholle

Seit dem Wochenende ist Herscheid um ein Denkmal reicher: Das ehemalige Haus des Malers Heinz Wever steht von nun an offiziell unter Denkmalschutz.

Herscheid – „Ein neues Denkmal zu bekommen ist immer etwas Besonderes“, sagte Bürgermeister Uwe Schmalenbach bei der Plaketten- und Urkundenübergabe an Familie Wiegleb am Samstagvormittag. Das geschichtsträchtige Haus an der Plettenberger Straße präge den Ortskern und erzähle viel über die Menschen, die dort gelegt haben, so Schmalenbach. Er dankte der Familie Wiegleb, die mit so viel Hingabe und Engagement das Haus denkmalgerecht sanieren würden.

Es sei eine „besondere Aufgabe“ und „Herausforderung“, denn eines sei klar: Steht ein Haus erstmal unter Denkmalschutz, darf der Eigentümer nicht einfach machen, was er will. Sanitäre Anlagen und Elektrik ausgenommen, gibt es klare Richtlinien, was verändert werden darf, in welchem Maße und was nicht. Für manche mag das abschreckend sein, für die Wieglebs sei es das nicht. „Wir wollen es so, wie es ist“, sagte Richard Wiegleb, der mit seiner Familie bereits seit Langem im Anbau des Hauses lebt.

„Große Leidenschaft“ müsse man für so ein Objekt schon haben, doch als große Einschränkung empfinde er die Auflagen nicht. Zwar dauere es immer eine Weile, bis Anträge bearbeitet und abgesegnet würden, doch dafür erhielten die Wieglebs auch viel Unterstützung von Seiten der Denkmalbehörde.

Seit drei Jahren arbeiten die Wieglebs bereits am Wever-Haus. „Wir machen vieles selber“, erklärte Richard Wiegleb, der als Maurer das nötige Fachwissen mitbringt. Dennoch lernten er wie auch sein Vater, Dr. Gerhard Wiegleb, immer noch dazu. „Wenn man anfängt zu arbeiten, findet man Dinge, die man vorher gar nicht gesehen hat“, so Dr. Gerhard Wiegleb. Rund ein Jahr wird die Innensanierung des Hauses noch dauern, dann kann es bezogen werden. Die großen Baumaßnahmen seien soweit abgeschlossen, was jetzt ansteht, sind „Fummelarbeiten“, wie Richard Wiegleb sagte, und die seien zeitintensiv. Anschließend gehe es an die Außenfassade und an das Dach. „Fertig ist man nie“, wissen die Wieglebs, doch ihnen ist es wichtig, dieses Zeugnis Herscheider Geschichte zu bewahren. „Dafür haben wir auch ein besonderes Haus“, sind sich Vater und Sohn einig.

Außerdem steht fest: Viele Bilder Heinz Wevers sollen mal im Haus hängen und so an den ehemaligen Besitzer und wohl bekanntesten Bürger Herscheids erinnern.

Auch interessant

Kommentare