"Das ist ein guter Schritt"

Dorfbewohner befürworten das Anbringen einer zweiten Schwelle in Elsen

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Wunsch der Anwohner erfüllt: Bauhof-Mitarbeiter montieren an einem Steigungsstück am Elsener Ortsausgang in Richtung Herscheid ein Berliner Kissen.

Herscheid – Das Thema Verkehrsberuhigung beschäftigt die Anwohner der Ortschaft Elsen seit vielen Jahren. Große Hoffnungen stecken sie in eine mobile Schwelle, die Mitarbeiter des Bauhofes am Ortsausgang in Richtung Herscheid montiert haben.

Der Bauausschuss hatte in seiner letzten Sitzung diese Maßnahme beschlossen. Mitarbeiter der Verwaltung und Anwohner hatten eine passende Stelle für dieses Berliner Kissen ausgesucht, welches nun am Dienstag unmittelbar hinter dem Ortseingangsschild auf die Straße geschraubt wurde. 

„Das ist aus unserer Sicht ein guter Schritt“, befürwortete Edgar Althoff diese Verkehrsberuhigung. Dabei bezieht sich der Sprecher der Elsener Dorfgemeinschaft in erster Linie auf die positiven Erfahrungen mit der ersten Schwelle, die seit zwei Jahren am Ortsausgang in Richtung Hüinghausen befestigt ist. „Ein Großteil der Verkehrsteilnehmer fährt langsam darüber und dann auch langsam weiter“, erzählt Althoff. 

Dennoch gebe es weiterhin einige Unbelehrbare, die nach der Schwelle wieder aufs Gas drücken. Und auch einige „Experten mit breiteren Fahrzeugen“, wie Althoff sie nennt, lassen sich von der Schwelle nicht bremsen. 

Den zusätzlichen Geschwindigkeitsdämpfer sehen die Elsener in erster Linie als Erinnerungshilfe. Damit soll auch den letzten Rasern verdeutlicht werden, dass in der Ortschaft Tempo 30 gilt. Dadurch sollen nicht nur die Anwohner, sondern auch die vielen Spaziergänger, Radfahrer, Walker und Jogger geschützt werden, die die Strecke regelmäßig nutzen. Zur Erinnerung: Einen Gehweg und somit eine Trennung zwischen fahrendem Verkehr und Fußgängern, gibt es in Elsen nicht. 

Wegen ihres nahezu parallelen Verlaufes zur Landstraße 561 (von Hüinghausen nach Herscheid) wird die Straße über Elsen von vielen motorisierten Verkehrsteilnehmern als Abkürzung genutzt. „Das ist sicherlich ein Alleinstellungsmerkmal unserer Straße“, weiß Edgar Althoff. Aufgrund dieser Besonderheit haben die Anwohner auch kein schlechtes Gewissen, dass eine zweite Schwelle in der kleinen Ortschaft angebracht wurde. 

In der Hinterhand halten die Anwohner übrigens ein Verkehrskonzept, das sie vor einigen Jahren erstellt haben. Dieses beinhaltet neben den beiden Geschwindigkeitsdämpfern an den Ortseingängen einen weiteren im Bereich der Ortsmitte. „Zunächst wollen wir aber erst einmal abwarten, wie sich die zweite Schwelle auf den Verkehr auswirkt“, hoffen Edgar Althoff und seine Nachbarn, dass sich kurzfristig eine Verkehrsberuhigung einstellt.

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