Weniger Bürokratie und dafür mehr Zeit

Herscheid: CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider beeindruckt vom Seniorenzentrum

+
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider suchte beim Besuch im Herscheider Seniorenzentrum gut gelaunt das Gespräch mit den Bewohnern. 

Herscheid - Interessante Einblicke in die Arbeit im Herscheider Seniorenzentrum bekam am Dienstag der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider. 

Gemeinsam mit dem Ortsunion-Vorsitzenden Sebastian Moos ließ sich Heider auf Einladung des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (BPA) die Einrichtung zeigen, die vor 18 Jahren die erste des Betreibers CMS war.

Anke Dahlhaus gehörte ebenso wie Verwaltungsleiterin Susanne Gräwe damals wie heute zum Führungsteam und leitet die Einrichtung seit nunmehr 16 Jahren. Besonders beeindruckend ist die hohe Mitarbeiterzahl, denn auf 60 Bewohner kommen fast 80 Mitarbeiter, die teilweise im Drei-Schicht-Betrieb arbeiten.

„Ich finde es besondes bemerkenswert, dass Sie neun Auzubildende haben“, sagte Heider. „Es ist nicht so einfach, qualifizierte Pflegekräfte zu finden, aber so können wir das Problem umgehen“, erklärte Dahlhaus beim Gang durch das Seniorenzentrum. Beeindruckt zeigten sich Heider und Moos von der Wellness-Sitzbadewanne, deren Anschaffung „so teuer wie ein Kleinwagen war“ und vom Förderverein des Seniorenzentrums finanziert wurde.

Eine weitere Annehmlichkeiten ist ein Wasserbett, auf dem sich die Senioren nach dem Bad erholen können. Auch bei der Gestaltung der Zimmer lässt man den Bewohnern sehr viel Gestaltungsspielraum und sogar Haustiere sind erlaubt, wenn die entsprechende Betreuung gewährleistet ist. „Wir hatten mal eine Bewohnerin mit einem Sittich und eine andere mit einer Katze“, erzählte die Heimleiterin. 

Besonders interessiert war Heider an den Veränderungen durch das seit Jahresbeginn geltende Pflegestärkungsgesetz, das in Berlin verabschiedet wurde. Dies beinhaltet unter anderem fünf neue Pflegegrade, die die bisherigen drei Pflegestufen ersetzen. Doch die größte Erleichterung für das Team um Anke Dahlhaus sind die Entbürokratisierungen bei der Dokumentationspflicht. 

Mussten zuvor sämtliche Dinge dokumentiert werden, müssen nun nur noch die Veränderungen zu den üblichen Abläufen festgehalten werden. Während die Pflegekräfte zuvor mitunter mehr als die Hälfe ihrer Arbeitszeit mit der Dokumentation verbrachten, sank dieser Wert auf 30 Prozent, was mehr Betreuungszeit ermöglicht. „Für die vielen Mitarbeiter, die diesen Beruf vor allem wegen der Nähe zu den Menschen gewählt haben, war dies eindeutig der richtige Schritt“, findet Dahlhaus. 

Im Gespräch mit Matthias Heider waren sich Anke Dahlhaus, Susanne Gräwe und Sebastian Moos einig, dass die Qualität eines Hauses nicht allein an der Gründlichkeit der Dokumentation gemessen werden könne, was bis zum Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes oft der Fall war. „Wir haben unsere Neuanstellungen um fast sieben Prozent erhöht und haben damit noch bessere Möglichkeiten zur Betreuung der Bewohner“, berichtete sie. 

Lobenswert fand der heimische Bundestagsabgeordnete Matthias Heider auch das „Essen auf Rädern“, das vom Herscheider Seniorenzentrum angeboten wird und das von vielen Senioren in der Ebbegemeinde aber auch von den Kindergärten und Ganztagsangeboten dankbar genutzt wird. Nach seinem Rundgang und dem abschließenden Gespräch hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete ein gutes Bild von der Einrichtung gewonnen. „Herscheid kann froh sein, dass es ein solches Angebot vor Ort gibt“, sagte Heider, der im September zum dritten Mal in den Bundestag gewählt werden möchte. 

Der Lüdenscheider würde im hohen Alter selbst gerne möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben, kann sich aber im entsprechenden Alter auch durchaus vorstellen, in einem Seniorenzentrum wie in Herscheid zu wohnen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare