Bund spendiert neues Einsatzauto

Dieses Fahrzeug verbessert den Katastrophenschutz und  die Gefahrenabwehr

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Blaulicht-Premiere für das neue Löschgruppenfahrzeug Katastrophenschutz am Feuerwehrgerätehaus an der Bahnhofstraße.

Herscheid – Für ein Weihnachtsgeschenk kam diese Übergabe zwar ein paar Wochen zu spät. Dennoch war die Freude in den Reihen der Herscheider Feuerwehr ungebremst, als am Donnerstagabend das neue Löschgruppenfahrzeug in Dienst gestellt wurde.

Die Besonderheit: Nicht etwa die Gemeinde, sondern der Bund ist in diesem Fall der Geldgeber. „Wir erfüllen damit eine Verpflichtung aus dem Katastrophenhilfegesetz“, sagte Dr. Matthias Heider im Gerätehaus an der Bahnhofstraße. Der CDU-Bundestagsabgeordnete erklärte, dass nach und nach 306 dieser Fahrzeuge zur Verfügung gestellt werden; Nordrhein-Westfalen seien in diesem Schritt drei Fahrzeuge zugewiesen worden. 

Herscheid zähle zu den Gebieten, in denen die größten Lücken herrschen: Seit einigen Jahren stellt die heimische Feuerwehr einen Dekon-Zug. Bei überregionalen Großeinsätzen – wie zuletzt bei einem Massenanfall von Verletzten an einer Schule in Halver im November – wird dieser hinzugerufen. Auch vor dem Hintergrund von zunehmenden Waldbränden sei das neue Fahrzeug eine „hervorragende Ergänzung für den Katastrophenschutz“, betonte Dr. Heider. 

Die Verhandlungen auf Bundesebene seien zwar oftmals – wie auch in diesem Fall – langwierig, gestand Nezahat Baradari: „Aber dieser Aufwand hat sich gelohnt, wie dieses Fahrzeug zeigt.“ Die SPD-Bundestagesabgeordnete lieferte einige Zahlen zu dem Neuling: Dieser sei 13 500 Kilo schwer, verfüge über ein Sechs-Gang-Getriebe und sechs Zylinder, und werde angetrieben von 272 PS. 

Feierliche Übergabe: Die beiden Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider (3. von rechts) und Nezahat Baradari (2. von rechts) überreichten den Fahrzeugschlüssel an Herscheids Wehrleiter Andre Zimmermann (Mitte) und Rärins Löschgruppenführer Thomas Felske (links). Bürgermeister Uwe Schmalenbach (rechts), der stellvertretende Kreisbrandmeister Jörg Döring (3. von links) und Sebastian Schrage, Sachgebiet Brand- und Bevölkerungsschutz beim Märkischen Kreis, gratulierten ebenfalls.

Stationiert wird das Löschgruppenfahrzeug Katastrophenschutz, das eine feste Leihgabe des Bundes darstellt, in Rärin. Dort passt es aktuell zentimetergenau in das bestehende Gerätehaus. In dem angestrebten Neubau soll die Unterbringung komfortabler gelingen. „Die Spaten für den Spatenstich sind bereits poliert“, stellte Bürgermeister Uwe Schmalenbach einen zügigen Baubeginn in Aussicht. 

Er freute sich über die hervorragende Ergänzung des Feuerwehr-Fuhrparks: Nicht nur überregional, sondern auch vor Ort „im Tagesgeschäft“ werde das Fahrzeug eingesetzt. Daher sprach der Bürgermeister auch von einer Verbesserung für die Gefahrenabwehr in Herscheid. 

Nicht nur der hiesige Wehrleiter Andre Zimmermann schwärmte von der modernen Ausstattung, auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Jörg Döring war begeistert: „Das ist ein großartiges Stück Handwerk.“ Er bedankte sich, wie zuvor alle Redner, für das immense ehrenamtliche Engagement der Herscheider Wehrleute. Die obligatorische Schlüsselübergabe sei ein Symbol „für Hilfsbereitschaft und Verantwortung.“

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