Bürgermeister Uwe Schmalenbach dankt Notfallsanitätern an Heiligabend für ihre Arbeit

Dienst, wenn andere gemütlich feiern

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Bürgermeister Uwe Schmalenbach (2. v. re.) stattete den diensthabenden Notfallsanitätern Raphael Brinkschulte und Stefan Riesz an Heiligabend einen Besuch ab.

Herscheid – Im Duden ist über den Begriff Tradition zu lesen: „Überlieferung, Herkommen, Brauch“. Bürgermeister Uwe Schmalenbach sprach von einer langen Tradition, am Heiligabend den Notfallsanitätern in der Rettungswache seinen Dank im Namen der Gemeinde für die ständige Bereitschaft auszusprechen.

Aus einem Brauch kann eine Pflicht werden. Doch der Besuch, den er auch dieses Jahr wieder mit Barbara Sauerland (Leitung des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung der Gemeinde Herscheid) der Rettungswache abstattete, war keine Pflichtübung, sondern auch die Möglichkeit zur gegenseitigen Information. 

Zumal Uwe Krischer, Leiter des Regiebetriebes Rettungsdienst des Märkischen Kreises und Heinz Ostermann, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst verabredungsgemäß auch anwesend waren. Mit dabei waren auch Stephan Haase, der Leiter der Rettungswache Meinerzhagen sowie die am Heiligabend in Herscheid diensthabenden Notfallsanitäter Raphael Brinkschulte und Stefan Riesz. Also die beste Gelegenheit, Neuigkeiten und Erfahrungen auszutauschen. 

Krischer berichtete über den Stand der ausgebildeten Notfallsanitäter. Bis Ende 2026 müssen 74 Notfallsanitäter (3 Jahre Ausbildungszeit) für Meinerzhagen, Herscheid, Halver, Werdohl und Balve ihre Ausbildung beendet haben, wie es der Rettungsdienstbedarfsplan von 2014 aussagt. Die meisten Notfallsanitäter rekrutieren sich aus den bisher tätigen Rettungsassistenten (2 Jahre Ausbildungszeit). 

Notfallsanitäter ist die höchste nicht akademische medizinische Qualifikation im Rettungsdienst. „Derzeit sind bei uns 68 Notfallsanitäter im Dienst.“, zog Krischer Zwischenbilanz. „Erstmalig wurden 4 neubeschaffte Rettungswagen (RTW) mit Allradantrieb versehen. 11 RTW sind bei uns im Einsatz. Im Schnitt werden jährlich 2 RTW erneuert, die dann auch mit Allradantrieb ausgeliefert werden“, wusste Uwe Krischer. Also werden in ca. 4 Jahren alle RTW sicherer auf den Straßen unterwegs sein. 

Da hakte Uwe Schmalenbach auch gleich ein: „In der Gemeinde Herscheid sind 684 000 Euro für die Verbesserung der Wege in unseren Außenbereichen veranschlagt. Wir sind mit 60 Quadratkilometer eine flächenmäßig recht große Gemeinde bei nur 7 000 Einwohnern. Im Vergleich dazu hat beispielsweise Werdohl bei ca. 18 000 Einwohnern nur 33 Quadratkilometer. Da haben viele Wege im Laufe der Zeit gelitten und müssen wiederhergestellt und sicher gemacht werden.“ 

Auch bei der Herscheider Feuerwehr stehen einige Neuerungen und Veränderungen an: Mit dem Neubau des Räriner Feuerwehrgebäudes soll im Frühjahr begonnen werden und für 2021 sind einige dringende Umbau- und Vergrößerungsmaßnahmen am Herscheider Feuerwehrgerätehaus geplant. 

Es sollen die beiden Fahrzeuge, die derzeit in Reblin und am Rathaus zwischengeparkt werden müssen, zur Bahnhofstraße 5 geholt werden. Dafür muss entsprechender zusätzlicher Raum geschaffen werden. In den bisherigen Garagen bestehen Lüftungsprobleme, Umbaumaßnahmen im Sanitärbereich sind erforderlich, die Schwarz-Weiß-Trennung (kontaminierte und saubere Kleidung) muss in Angriff genommen werden wie auch die Abgasabsaugung. „Das müssen wir alles der Kämmerin schonend beibringen“, lächelte der Bürgermeister. 

Krischer hatte auch noch zwei Wünsche an alle Herscheider: „Bitte sorgen Sie für gut von der Straße aus zu erkennende Hausnummern und, wenn irgendwie möglich stellen Sie einen Einweiser, vor allem nachts mit einer Taschenlampe ausgestattet, in die Nähe der Einsatzstelle.“ Eine nachvollziehbare Bitte, geht es doch in vielen Fällen um schnellstmögliche Hilfe am Patienten. 

Bevor Schmalenbach und Sauerland den Bereitschaftsraum der Rettungswache verließen, übergaben sie an die beiden Notfallsanitäter noch einen kleinen Weihnachtsgruß der Gemeindeverwaltung.

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