Seit drei Jahren gute Erfahrungen mit Blumenwiesen

Herscheid blüht weiter auf

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Farbenfrohe Begrüßung am Ortseingang: Wer von der Landstraße 561 abbiegt nach Herscheid, der wird von einem Blumenmeer empfangen. Die Gemeindeverwaltung plant, weitere Blühstreifen an öffentlichen Verkehrsflächen zu sähen, wie auch bereits am Ebbekreisel geschehen.

Herscheid – An beiden Ortseingängen, am Rathaus, in den Dorfwiesen, an landwirtschaftlichen Flächen: Die Gemeinde blüht auf. Die bunten Blumenwiesen erfreuen nicht nur die Menschen, sondern sollen in erster Linie den Insekten bei der Nahrungssuche helfen.

In dieser Hinsicht waren die Herscheider ihrer Zeit voraus: Denn während das Thema aufgrund des Insektensterbens aktueller denn je ist und derzeit viele Kommunen beschäftigt, wagte die Verwaltung bereits vor drei Jahren ein Experiment mit den Fettwiesen in den Dorfwiesen. Auf Anraten der ausführenden Gartenfachfirma gestalteten die Bauhofmitarbeiter in diesem Zuge auch die beiden Ortseingänge an der Landstraße 561 um. Dort wurden einjährige Wildblumenwiesen gesät. 

Der Pflegeaufwand sei laut Bauhofleiter Lothar Weber wegen der Trockenheit größer: Die Wiesen müssen regelmäßig gegossen werden, damit sie spätestens von Juli bis Oktober mit ihrer Blütenpracht ins Auge fallen. 

Zuvor müssen die Flächen im Frühjahr mit einer Fräse aufbereitet werden, um den Boden aufzulockern. Für die Wiesen werden Blumensamen der Sorte „La Fleur“, eine Blumenmischung aus Heidelberg, genutzt. Die Kosten belaufen sich auf rund 100 Euro pro Kilogramm. „Diese Menge reicht für etwa 200 Quadratmeter aus“, erklärt Lothar Weber, dass der finanzielle Aufwand überschaubar bleibe. 

Mit den Blühstreifen leistet die Gemeinde einen Beitrag zum Umweltschutz.

Geld, das nach Auffassung der Gemeinde gut investiert ist. Denn die Blühstreifen seien nicht nur hübsch anzusehen, sondern leisten auch einen Beitrag zum Umweltschutz. Um dem Insektensterben entgegenzuwirken, werden fehlende Nahrungsquellen für Bienen und Co. ermöglicht. 

Ein Gedanke, der inzwischen auch von vielen Landwirten verfolgt wird, die ihre Felder mit Blühstreifen einrahmen. Auch in Herscheid sind einige Nutzflächen bereits auf diese Weise attraktiver gestaltet worden. 

Und auch die Gemeinde möchte weitere Blühstreifen sähen. Wie bereits am Ebbekreisel geschehen, bieten sich dafür Grünstreifen an öffentlichen Verkehrsflächen an. Lothar Weber möchte diese Aktion nicht nur auf Herscheid beziehen, sondern plant auch andere Ortsteile aufblühen zu lassen. 

Als Beispiel nennt Weber Hüinghausen, wo zur Reduzierung der Durchfahrtsgeschwindigkeit an den Ortseingängen Fahrbahnverschwenkungen vorgesehen sind. Bei der Umsetzung dieser Maßnahme – die nach aktuellem Stand erst im nächsten Jahr erfolgt – sollen dann auch weitere Blumenwiesen entstehen.

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