Feuerwehr überrascht mit Lieder-Fahrzeugen

Blaulicht an Heiligabend: Dieser musikalische Noteinsatz war der Grund

Die Feuerwehr fuhr während ihres weihnachtlichen Musikeinsatzes auch an der Apostelkirche vorbei.
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Die Feuerwehr fuhr während ihres weihnachtlichen Musikeinsatzes auch an der Apostelkirche vorbei.

Damit hatte niemand gerechnet: Die Feuerwehr-Löschgruppe Herscheid schlüpfte an Heiligabend in die Rolle der musikalischen Geschenkeboten. Nach Einbruch der Dunkelheit, als in vielen Wohnungen die Bescherung kurz bevorstand, ertönten auf den Straßen vertraute Klänge.

Herscheid - Blaulicht, Lichterketten, Martinshorn: Die zwei Einsatzfahrzeuge waren nicht zu übersehen und nicht zu überhören. Sie rollten gemächlich durch den Ortkern und Teile der Außenbereiche, um den Anwohnern frohe Weihnachten zu wünschen. Die Reaktionen in den sozialen Netzwerken zeigten, dass sie damit vielen Herscheidern eine große Freude bereitet haben.

Es war die zweite Überraschung der Feuerwehr an diesem Tag: Denn wer zuvor, am frühen Nachmittag, ganz genau hingehört hatte, der dürfte zwei Trompeten gehört haben. Diese wurden von Musikzug-Dirigent Benedikt Werzner und seinem Onkel, Klemens Dopatka, gekonnt bedient. Die beiden Herscheider bereiteten den Bewohnern des Seniorenzentrums mit einem kleinen Platzkonzert auf dem Parkplatz vor dem Bistro eine musikalische Weihnachtsfreude.

Das Heiligabendblasen des Musikzuges fiel zwar aus. Doch Klemens Dopatka (rechts) und Benedikt Werzner (links) erfreuten zumindest die Bewohner des Seniorenzentrums; dort spielten sie auf dem Parkplatz vor dem Bistro einige Lieder.

Seit Jahrzehnten ist es an Heiligabend Tradition, dass der Musikzug durch die Gemeinde zieht, um an ausgewählten Punkten zusammenzukommen, zu musizieren und den Anwohnern auf die se Weise frohe Weihnachten zu wünschen. Doch wie so viele Veranstaltungen fiel auch dieser Brauch der Corona-Pandemie zum Opfer. 

Die Entscheidung, die bereits vor Wochen von der Wehrleitung und der Gemeinde getroffen worden war, eröffnete den Musikern indes völlig neue Möglichkeiten; für viele war es ungewohnt, an diesem besonderen Tag nicht musizierend durch die Gemeinde zu ziehen. „Auch wir können es jetzt etwas ruhiger angehen lassen“, erzählte Benedikt Werzner.

Fieser Wind, Nieselregen, niedrige Temperaturen: Angesichts des Wetters war das Duo froh, nach einigen Stücke wie „Tochter Zion“ und „O du fröhliche“ an Heiligabend wieder ins Trockene zurückkehren zu können. Benedikt Werzner trug es mit Fassung: „Das ist das erste Heiligabendblasen, bei dem meine Jacke nur leicht nass geworden ist.“

Nur wenige Bewohner waren während des etwa 15 Minuten langen Auftritts an den Fenstern zu sehen. Die Resonanz sei nicht zu vergleichen mit den Vorjahren, als hunderte Anwohner zu den Stationen im Dorf pilgerten, um gemeinsam mit den Nachbarn zu singen. Dennoch war es Klemens Dopatka und Benedikt Werzner ein Herzensanliegen, mit ihren Trompeten für Abwechslung zu sorgen. „Das ist auch ein Dank an die vielen Mitarbeiter, die hier seit Monaten ganz tolle Arbeit leisten“, erzählten die Musiker.

Zur besten Bescherungszeit am späten Nachmittag überraschte die Feuerwehr-Löschgruppe die Herscheider: Mit zwei Einsatzfahrzeugen fuhren sie durch Teile des Ortskerns und auch in die Außenbereiche und spielten über Lautsprecher Weihnachtsmusik ab.

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