Ferienspaßkinder legen Prüfungen zum Motto „Hotel Transsilvanien“ ab

Beschwerde über Nicht-Monster

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Nachdem die Monster alle Prüfungen bestanden hatten, bekamen sie im Bürgerbüro des Rathauses eine Urkunde, damit sie auch weiterhin im Hotel Transsilvanien residieren dürfen.

Herscheid - Die Gemeinde Herscheid hat sich jetzt beschwert, dass im Monsterhotel, das sich seit zwei Wochen mit dem Beginn des Kinderferienspaß im Jugendzentrum befindet, keine echten Monster beherbergt würden.  

Aus diesem Grund mussten die Kinder am Dienstag beweisen, dass sie eben doch echte Monster sind und Prüfungen ablegen. Die Prüfungen, die eigentlich ein Gruselabenteuer quer durch die Gemeinde werden sollten, mussten wetterbedingt dann doch im Jugendzentrum stattfinden.

Das machte aber nichts, denn die Mitarbeiter des JuZ hatten sich sehr viel Mühe gegeben, sodass ein kleiner Gruselflü- gel im Gebäude entstanden war. Die erste Prüfung bestand für die Kinder darin, zu zweit und bei gespenstischen Geräuschen eine dunkele Treppe in das Obergeschoss zu erklimmen - eine Atmosphäre, wie in einem Geisterhaus.

Dann ging es in ein dunkles Zimmer. Lediglich kleine Lichtreflexe ließen erahnen, dass sich außer den Kindern noch etwas anderes in dem Raum befand und die Kinder erschreckte – der Unsichtbare (ein Betreuer, der sich in ein schwarzes Ganzkörperkostüm gekleidet hatte).

Als nächstes mussten die Kinder dem Wissenschafter helfen, Frankenstein zum Leben zu erwecken. Dazu musste jeder von ihnen eine Rolle übernehmen, wie die eines Generators oder ein Beatmungsgerät. Danach ging es noch zu einem Werwolf, wo die Kinder in einem Rudel zusammen heulen mussten, wie ein Wolf. Die Lautstärke wurde mit einem Messgerät in Dezibel festgehalten.

Dann wurde es sportlich: Im Keller spielten die Kinder mit einer Hexe Kürbiskegeln. Dazu mussten sie sich zu zweit mit Besen einen Medizinball zuspielen und mit diesem dann aufgestellte Kegel umwerfen. Für die Anzahl der umgefallenen Kegel gab es Punkte. 

Gedärme, Augen und Gehirn blind ertasten

Die letzte Prüfung war schließlich auch die schlimmste: die Ekelkiste. Monster dürfen sich schließlich nicht ekeln, weshalb dies der beste Beweis war, wer wirklich von den Kindern ein Monster ist und wer nicht. Die Kinder mussten blind Gedärme (Makkaroni mit Tomatensoße), ein Gehirn (Wackelpudding), Monsterkotze (Joghurt mit Müsli) und Augäpfel (Oliven) ertasten und raten, um was es sich monstermäßiges handelt. 

Wer die Prüfung bestanden hatte, durfte mit seiner Gruppe zum Bürgerbüro im Rathaus gehen, wo den kleinen Monstern eine Urkunde überreicht wurde, die die Kinder dazu berechtigt, weiterhin im Hotel Transsilvanien zu wohnen, dem Motto des Kinderferienspaßes. 

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