Die Schuie der Handwerker

Baustellenrundgang durch das Bildungszentrum: Arbeiten liegen im Zeitplan

In beachtlichem Tempo wird in den zukünftigen Unterrichtsräumen der Putz aufgetragen.
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In beachtlichem Tempo wird in den zukünftigen Unterrichtsräumen der Putz aufgetragen.

Vorstellungskraft ist das Gebot der Stunde auf dem Rahlenberg. Genau die ist notwendig, um sich ausmalen zu können, dass in das Bildungszentrum innerhalb der nächsten fünf Monate die beiden Herscheider Grundschulen einziehen können.

Herscheid - Spätestens Anfang Juli sollen die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt beendet sein. Dieser beinhaltet im einstigen Hauptschulgebäude die zukünftigen Unterrichtsräume, Sanitärräume auf allen Ebenen, Betreuungsräume und viele weitere Zimmer. Sie alle gleichen zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch einer großen Baustelle.

Auch Bauamtsleiter Lothar Weber blickt bei einem prüfenden Gang durch die Räume ein wenig skeptisch auf die unzähligen Kabelenden, die aus den unverputzten Wänden ragen, und auf Berge aus Baumaterialien und Werkzeugen. An Unterricht ist hier noch nicht zu denken. Dennoch vertraut Weber auf die Aussagen der Bauleitung.

Keine Corona-Pause

„Der Architekt hat uns versichert, dass der Zeitplan eingehalten wird“, sagt Weber. Er verweist auf bereits erfolgte Aufgaben in den letzten Wochen: Der Estrichboden ist in den meisten Räumen verlegt, Wärmedämmfenster sind eingesetzt, neue Wände eingezogen, alte weggebrochen, dort wo sie nicht mehr benötigt werden.

Elektriker, Maler, Heizungsbauer und viele weitere Handwerker gehen an vielen Ecken des Gebäudes ihren Tätigkeiten nach. Alle tragen dabei die erforderlichen Masken. Coronabedingte Pausen habe es auf der Baustelle nicht gegeben, sagt Weber. Lediglich der Winter habe zu leichten Verzögerungen geführt. Sollten die Temperaturen in den nächsten Tagen im Plusbereich bleiben, dann dürften die restlichen Dämmarbeiten an der Fassade bald abgeschlossen sein.

Barrierefreier Eingang

Apropos Außenbereich: Am Haupteingang (gegenüber der Turnhalle) werden die Arbeiten für den Bau einer Rampe vorbereitet, die für einen barrierefreien Zugang sorgen soll. Zudem wird der Eingang über eine Treppe erreichbar sein, wie ein provisorisch aufgestelltes Holzmodell bereits jetzt andeutet.

Die Stühle sind bereits geliefert, in der neuen Aula fehlt nur die Installation der Bühnentechnik.

Weitestgehend abgeschlossen ist der Bauabschnitt eins: Der Neubau beinhaltet die moderne Aula, für die bereits die Bestuhlung geliefert worden ist. Bis Ende April soll die Bühnentechnik geliefert und installiert sein, ansonsten fehlen in diesem Bereich lediglich Kleinigkeiten, so Weber. Auch Mensa und Lehrerzimmer wirken bezugsfertig.

Parallel laufen die Vorbereitungen für die Planungen des Geländes: Der Schulhof soll zwar erst im Rahmen des dritten Bauabschnittes gestaltet werden. Doch dafür werden bereits jetzt in Zusammenarbeit mit der Lehrerschaft Ideen gesammelt.

Grundschul-Rückbau

Dabei wird auch über den Rückbau des jetzigen und bald nicht mehr benötigten Grundschulgebäudes gesprochen. Ein Antrag auf Städtebaufördermittel für diesen dritten Abschnitt soll rechtzeitig bis Ende August vollendet sein.

Zu diesem Zeitpunkt sollen die Unterrichtsräume bereits von Schülern und Lehrern bezogen sein. Wie Lothar Weber erklärt, sei es geplant, dass die Bauhof-Mitarbeiter während der Sommerferien das Mobiliar aus der benachbarten Herscheider Grundschule sowie aus der Hüinghauser Schule ins Bildungszentrum transportieren. Nach den großen Ferien soll der vereinte Schulbetrieb starten – dann dürfte die jetzt noch notwendige Vorstellungskraft endgültig dem Unterrichtsalltag weichen.

Thema Lüften

Die Planungen für das Bildungszentrums erfolgten Mitte der 2010er Jahre und der Spatenstich im November 2017. „Da war die Corona-Pandemie noch nicht absehbar“, erklärt Bauamtsleiter Lothar Weber, warum in den Klassenräumen keine Belüftungsanlagen vorgesehen sind. Eine Nachrüstung zum jetzigen Zeitpunkt sei nicht mehr möglich, bei Bedarf müsse auf mobile Lüftungsanlagen gesetzt werden. Klassischerweise soll in den Unterrichtsräumen der Luftaustausch über die großflächigen Fensterfronten erfolgen.

Baumaterial stapelt sich vor dem alten Hauptschulgebäude; die Fassade wird mit Dämmblöcken ummantelt.

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