Verunreinigungen und Lärmstörungen im Bereich der Umkleidekabinen

Anwohnerbeschwerden sollen nach der Sportplatzsanierung verstummen

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Das Fußballfeld ist nach dem Umbau vor acht Jahren weiterhin gut in Schuss. Das gilt längst nicht für alle Bereiche des Platzes im Müggenbruch. Daher plant die Gemeinde zwei Maßnahmenpakete und hofft auf Fördergelder.

Herscheid – Die Zeit drängt: In zwei Wochen muss das Konzept für die weitere Umgestaltung des Sportplatzes Müggenbruch stehen. Gelingt dies, kann sich die Gemeinde berechtigte Hoffnungen auf die Übernahme der Kosten durch das Land NRW machen.

Der Ist-Zustand

Im Jahr 2012 ist das Fußballfeld von Asche auf Kunstrasen umgestaltet worden. Weil für weitere Umbauten damals das nötige Kleingeld fehlte, mussten die umliegenden Einrichtungen vernachlässigt werden, mit dem Resultat, dass diese heute nicht mehr zeitgemäß sind. Das gilt insbesondere für die Umkleidekabinen: Die Anzahl und Größe der Räumlichkeiten entsprechen nicht mehr dem Bedarf der Sportvereine. Vor dem Hintergrund, dass der TuS Herscheid inzwischen auch Mädchen- und Frauenmannschaften bilden konnte, fehlt es in den Umkleidekabinen auch an der Möglichkeit einer Geschlechtertrennung. Ein weiterer Knackpunkt: Die Laufbahn um das Spielfeld besteht weiterhin aus Asche, was zu einem erhöhten Pflegeaufwand des Kunstrasenfeldes führt. 

Beschwerden der Anwohner

Der jetzige Umkleidetrakt ist im Untergeschoss des Wohngebäudes des GWU (am Schotterparkplatz oberhalb der Sportanlage) untergebracht. Da die Räume sich in einem Mietwohnhaus befinden, ergeben sich auch immer wieder Belästigungen der Anwohner durch die Sportlernutzung. Die Anwohner haben sich wiederholt beim Wohnungsunternehmen und bei der Gemeinde über Lärmstörungen und Verunreinigungen im Bereich der Umkleidekabinen beschwert.

Die Planungen 

In einem ersten Schritt hat die Gemeinde Kontakt zu dem Architektur- und Ingenieurbüro Baumann aufgenommen, das bereits den Umbau 2012 begleitet hat. Nach einer Ortsbegehung Anfang September wurden am Montagabend in der Ratssitzung erste Ausbauplanungen vorgestellt. Angedacht sind zwei Maßnahmenpakete: Das erste beinhaltet die Erneuerung der Laufbahn inklusive des bereits vor acht Jahren sanierten Segments vor dem TuS-Heim (unter anderem mit einer Sprunggrube), die Umrüstung der alten Flutlichtanlage auf LED-Beleuchtung sowie die Montage von Sitzstufen an der Hangseite. Die Kosten dafür betragen nach ersten Schätzungen 440 000 Euro. Als zweite Maßnahme ist der Bau eines neuen Gebäudes auf Höhe des Eingangsbereichs der Sportanlage vorgesehen. In dieser sollen unter anderem Sanitärräume für Spieler und Schiedsrichter entstehen. Kostenpunkt: etwa 550 000 Euro. Um die genaue Ausgestaltung zu besprechen, hatte die Gemeinde für gestern einen Termin mit dem TuS vereinbart. 

Die Förderung 

Das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung informierte Ende Juli über den Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten. Dieser gilt für zwei Jahre: Die Förderung erfolgt im Programmjahr 2020 in Höhe von 100 Prozent und im Programmjahr 2021 zu 90 Prozent. Die Gemeinde Herscheid will sich mit beiden Maßnahmenpaketen bewerben. Im besten Fall übernimmt das Land die kompletten Kosten in Höhe von 990 000 Euro; im schlechtesten Fall würde der Herscheider Eigenanteil bei 99 000 Euro liegen. Hoffnung auf einen Zuschlag macht Bürgermeister Uwe Schmalenbach der Faktor Zeit: Bis zum 16. Oktober müssen Projekte für eine 100-Prozent-Förderung eingereicht werden. Viele Kommunen können in der Kürze der Zeit keine Anträge mit ausgearbeitetem Konzept stellen, vermutet der Bürgermeister. Herscheid habe zudem den Vorteil, dass die Sanierung des Sportplatzes Bestandteil des Gemeindeentwicklungskonzeptes ist und eine für die Förderung notwendige Öffentlichkeitsbeteiligung bereits erfolgt ist.

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