Sperrung bei Überfüllung

Ansturm von Schnee-Touristen? Am Wochenende wird die Polizei an der Nordhelle verstärkt kontrollieren

Eine trotz Halteverbot an den Straßenrädern zugeparkte L707.
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Eine trotz Halteverbot an den Straßenrädern zugeparkte L707 im Bereich Nordhelle: Nach dem Willen der Gemeinden Herscheid und Meinerzhagen sowie der Polizei soll sich dieses Bild am kommenden Wochenende nicht wiederholen.

Mit verstärkten Kontrollen sowie einem Appell an potenzielle Ausflügler, die Nordhelle zu meiden, reagieren die Behörden vor Ort auf die Zustände vom vergangenen Wochenende. Bei einer Überfüllung droht die Sperrung.

Herscheid – Nicht nur die Parkplätze auf der Nordhelle zwischen Herscheid und Meinerzhagen waren schon vor dem Jahreswechsel voll, auch auf dem Seitenstreifen der Landesstraße 707 parkten zahlreiche Autos. Das daraufhin verhängte Halteverbot hielt die Besucher, die es in den Schnee zog, ebenso wenig ab wie die Strafzettel der Ordnungsamtsmitarbeiter. Selbst gesperrte Wege wie die Straße zum Robert-Kolb-Turm wurden befahren und dort wild geparkt. Corona-Regeln wurden ebenfalls von Teilen der Besucher ignoriert.

BergNordhelle
LandkreisMärkischer Kreis
Höhe663 Meter
BesonderheitHöchster Berg im Ebbegebirge

Ansturm von Schnee-Touristen? Polizei wird an der Nordhelle verstärkt kontrollieren

Das soll sich an diesem Wochenende nicht wiederholen. Deswegen haben sich im Vorfeld alle beteiligten Behörden auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt.

Wie es in einer Pressemitteilung des Märkischen Kreises, die Stadt Meinerzhagen, die Gemeinde Herscheid und der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis heißt, werde man gemeinsam – auch unter Beteiligung des Landesbetriebes Straßen.NRW sowie Wald und Holz - am Samstag und Sonntag für Verkehrssicherheit entlang der Landesstraße 707 sowie für die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen auf der Nordhelle sorgen.

Dazu wird eine gemeinsame Einsatzleitung eingerichtet, die bei Sonnenaufgang mit der permanenten Überwachung der Nordhelle beginnt. Entlang der Landesstraße sind Halteverbotszonen sowie eine Geschwindigkeitsbegrenzung eingerichtet, heißt es dazu. Die Freihaltung der Wege für den Rettungs- und Winterdienst (Schneepflug) werde gewährleistet. Verstöße werden konsequent geahndet, so die Ankündigung. Eine Warnung an alle Schnee-Touristen.

Am vergangenen Wochenende gab es an der L707 zahlreiche Parkverstöße.

„Die Landesstraße 707 bleibt am Wochenende in alle Richtungen befahrbar. Sobald aber Überfüllung droht, wird sie direkt gesperrt“, berichtet Thomas Klein, Ordnungsamtsleiter des Märkischen Kreises.

In der aktuellen Situation ist es absolut unvernünftig, einzelne bekannte Erholungsgebiete wie auch die Nordhelle in Massen aufzusuchen. 

Uwe Schmalenbach, Bürgermeister von Herscheid

Alle Beteiligten appellieren an die Vernunft, die Nordhelle trotz der Verlockung des Schnees zu meiden. „Bei Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung werden wir Betretungsverbote aussprechen“, ergänzt Klein. Polizei und Ordnungsbehörden sind gemeinsam mit verstärktem Personal vor Ort und werden die Einhaltung der Vorschriften sicherstellen.

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„Wir werden in ausreichender Stärke vor Ort sein“, sagt Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Polizei im Märkischen Kreis. „Die Polizei appelliert an alle Bürger, sich regelkonform zu verhalten.“

Auch Uwe Schmalenbach, Bürgermeister der Gemeinde Herscheid, appelliert an die Menschen, der Nordhelle am Wochenende fernzubleiben: „In der aktuellen Situation ist es absolut unvernünftig, einzelne bekannte Erholungsgebiete wie auch die Nordhelle in Massen aufzusuchen. Falls es zum Wochenende wieder zu erheblichen Verkehrsproblemen kommt, werden Konsequenzen gezogen. Ich rufe alle Ausflügler auf, zu Hause zu bleiben. Den Ausflug in einem Verkehrschaos zu verbringen, kann nicht von Interesse sein.“

Gleiches erwartet auch Jan Nesselrath, Bürgermeister der Stadt Meinerzhagen: „Wir müssen für die Sicherheit aller sorgen. Das gilt sowohl in Bezug auf die Gefahren der Pandemie, die uns überall begleiten, als auch auf andere Themen wie freie Rettungswege. Mit den Maßnahmen, die wir nun in einer gemeinsamen Initiative ergreifen, können wir diese Sicherheit bestmöglich gewährleisten.“

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