Nach Forderungen von Anwohnern

Mehr Polizeikontrollen: Alte Dorfstraße soll sicherer werden

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Mütter, Nachbarn und FDP-Mitglieder trafen sich zum Gespräch mit dem Ordnungsamt und der Polizei an der Alten Dorfstraße.

Herscheid – Die Baustellentätigkeit auf der Habbeler Straße ist vorbei. „Zum Glück“, sagen die Anwohner der parrallel verlaufenden Alten Dorfstraße. Sie beklagten in den letzten Tagen ein gestiegenes Verkehrsaufkommen auf der engen Straße. Die Zuspitzung der Situation habe eines ganz deutlich gezeigt: Im Hüinghauser Ortskern muss sich etwas ändern, fordern die Anwohner.

Mit diesem Anliegen wandten sie sich an die FDP, die kurzfristig zu einem Gespräch mit Polizei und Ordnungsamt einlud. Dabei berichteten die Nachbarn von zum Teil „chaotischen Zuständen“: Es werde zu schnell gefahren, ohne Rücksicht auf die Fußgänger, für die es auf der Dorfstraße größtenteils keinen Gehweg gebe. An den Engstellen, den schwer einsehbaren Stellen und in Kurvenbereichen komme es vermehrt zu brenzligen Situationen im Begegnungsverkehr.

FDP-Ratsherr Alexander Zuchowski regte daher an, die Alte Dorfstraße bei erneuten Bauarbeiten an der Habbeler Straße zur Sackgasse zu machen, etwa durch entsprechende Sperrschilder im Bereich der Abbiegung zum Grenzweg. Auf diese Weise solle verhindert werden, dass die Dorfstraße als Umfahrungsstrecke genutzt werde.

Eine solche Maßnahme sei nur in Absprache mit dem Straßenverkehrsamt umsetzbar, erklärte Benjamin Hasemann vom Herscheider Ordnungsamt. Dasselbe gelte für die von einigen Anwohnern gewünschte Anbringung von Zone-30-Markierungen und für die weißen Markierungen, die auf die Rechts-vor-links-Regel aufmerksam machen.

Probemessung im Bereich des Dorfladens: Polizistin Dagmar Eckhardt überprüfte mit einer Laserpistole die Geschwindigkeit der Fahrer. Dieser hier fuhr vorschriftsmäßig.

In diesem Zusammenhang erinnerte Hasemann daran, dass die Gemeinde bereits eine Dauermessung an der Dorfstraße durchgeführt hat. Die Durchschnitts-Geschwindigkeit (von 85 Prozent der Fahrer) lag bei 33 km/h. „Das ist ein Traumwert“, ordnete Hasemann ein. Der Höchstwert lag bei 57 km/h.

„Meistens sind es doch die Mütter der Kindergartenkinder, die hier zu schnell fahren“, merkte ein Nachbar scharf an. Ein Vorwurf, an dem die anwesenden Mütter zwar nicht rütteln wollten. Sie gaben jedoch zu verstehen, dass sie im Namen der Kinder einen Brief an die Autofahrer geschrieben haben, der auch im Kindergarten verteilt wurde.

Blumenkübel zur Verkehrsberuhigung oder gar die Umwidmung zur Spielstraße: Die Anregungen der Nachbarn sind vielfältig, eine Realisierung jedoch nicht ohne Weiteres möglich.

Ihre Unterstützung sicherte Dagmar Eckhardt zu. Für bauliche Veränderungen sei sie nicht zuständig. Zudem gab die Herscheider Bezirksdienstbeamtin zu bedenken: „Situationen wie hier gibt es an vielen Stellen.“ Dennoch wolle sie fortan in unregelmäßigen Abständen an der Alten Dorfstraße vorbeischauen und das Fahrverhalten überprüfen. Diesen Vorschlag nahmen die Anwohner dankend an.

Bitte der Kinder

Im Namen der Kindergartenkinder haben einige Mütter einen Brief an die Autofahrer geschrieben. Darin steht: „Einige von uns dürfen schon alleine in den Kindergarten und nach Hause gehen. Auch wenn unsere Eltern uns begleiten, passiert es leider viel zu oft, dass die Autofahrer zu schnell an uns vorbeifahren. Wir möchten Euch bitten, auf dem Grenzweg sowie auf der Alten Dorfstraße vorsichtig zu fahren und Euch an die vorgegebene Geschwindigkeit zu halten, damit unser Kindergartenweg sicherer ist. Bitte achtet auf uns!“

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