Einsatzbilanz von Feuerwehr, DRK, Bauhof und Straßenmeisterei

Sturm Sabine: Gesperrte Straßen sind wieder freigegeben

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Plötzlich waren die Straßen in Herscheid weiß. Auf dem Silberg kamen einige Lastwagen daher nicht voran.

Herscheid (Update, 13.45 Uhr) - Sturm Sabine hat den Einsatzkräften der Feuerwehr und des DRK eine schlafarme Nacht beschert. Glücklicherweise blieben große Schadensmeldungen aus. Dennoch mussten einige Gemeindestraßen in der Nacht vorübergehend gesperrt werden. 

Aufgrund des Temperatursturzes im Laufe des Vormittages und überfrierender Nässe steckten am Montagvormittag viele Fahrzeuge in Fahrtrichtung Lüdenscheid fest. Die Straßenmeisterei Herscheid und die Polizei waren vor Ort. Inzwischen fließt der Verkehr wieder über die Hauptverkehrsader vor Ort.

Herscheid am Montagmorgen: Diese Folgen hat Sturm "Sabine" hinterlassen

Weitere Einschränkungen im Straßenverkehr konnten bereits behoben werden. Die Feuerwehr hatte in Absprache mit dem Kreisbrandmeister im Verlauf des Sonntags einen Meldekopf im Gerätehaus an der Bahnhofstraße eingerichtet. Von dieser Zentrale aus wurden das Vorgehen und die Einsätze gesteuert.

Unterstützung erhielt die Wehr vom DRK Herscheid: Acht Rotkreuzler waren ebenfalls ins Gerätehaus gekommen, um bei Sturmeinsätzen „zum Eigenschutz der Feuerwehr“ mit auszurücken. 

Einsatzkräfte des Bauhofs kontrollieren das 110 Kilometer lange Gemeindestraßennetz.

Ab 4 Uhr in der Nacht kontrollierte zudem der Bauhof das rund 110 Kilometer lange Gemeindestraßennetz. In Absprache mit der Feuerwehr wurden diese sechs gesperrten Straßenabschnitte angefahren: Elsener Straße zwischen Herscheid und Elsen, Kreisstraße 6 nach Rärin sowie nach Marlin sowie die Verbindungsstraßen Räin-Bubbecke, Wellin-Hüinghausen und Elsen-Danklin.

Auch die Kollegen der Straßenmeisterei Herscheid waren am Sonntag von 17 bis 1 Uhr dauerhaft in Rufbereitschaft. Ausrücken mussten sie jedoch nur ein einziges Mal, nachdem die Absperrungen am Lüdenscheider Rathaustunnel umhergeflogen waren.

Ansonsten sei die Lage vergleichsweise ruhig, erzählte Mitarbeiter Markus Stief: "Sabine ist nicht zu vergleichen mit vorherigen starken Stürmen."

Er nannte zwei Arbeitsschwerpunkte: Die Landstraße 528 zwischen Kierspe und Halver sowie die Landstraße 697 von Plettenberg nach Affeln. Dort seien die Straßen länger gesperrt wegen umgestürzter Bäume. Ansonsten seien nur vereinzelte Bäume auf den Bundes-, Land- und Kreisstraßen im südlichen Kreis beseitigt worden.

Wie hier im Bereich Piene waren einige Herscheider Gemeindestraßen zwischenzeitlich wegen umgestürzter Bäume nicht befahrbar.

 „Herscheid ist befahrbar – zumindest im Moment“, konnte Ordnungsamtsleiterin Bärbel Sauerland am Montag gegen 10 Uhr verkünden. Wenige Minuten bevor ein Hagel/Graupel-Schauer über der Gemeinde niederging, konnten alle gesperrten Gemeindestraßen wieder freigegeben werden. Einzige Ausnahme: Der Privatweg zur Ortschaft Wigginghausen; der Besitzer kümmert sich eigenverantwortlich um eine Lösung.

Der Sturm hatte Trümmerteile auf der Presswerk-Baustelle an der Hohle Straße aufgewirbelt.

Bereits am Sonntagnachmittag / späten Abend war die Feuerwehr drei Mal ausgerückt. In Warbollen und bei Brenscheid blockierten umgestützte Bäume die Straßen. Zudem ging es zur Hohle Straße: Auf dem Baustellengelände (ehemals Presswerk) hatten sich einige Trümmerteile durch den Sturm verselbstständigt.

Dass sich die Schäden im Gemeindegebiet in Grenzen halten, darauf lässt auch diese Nachricht schließen. In der Herscheider Provinzial-Agentur sind zwar am Morgen die ersten Anrufe eingegangen. Nach einer ersten Einschätzung von Mitarbeiterin Britta Wilde sei das anfängliche Aufkommen an Schadensmeldungen nach Sturm Friederike vor zwei Jahren höher gewesen.

Bereits im Verlauf des Wochenendes war bekannt geworden, dass der Unterricht an den beiden heimischen Grundschulen am Montag ausfällt. Auch die evangelischen Kindergärten bleiben geschlossen.

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