Rund um Kiesbert werden 930 Meter Gemeindestraße ausgebessert

Heiße Schlaglochschlacht

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Die Mitarbeiter der Firma Kebben waren nicht zu beneiden: Beim Verarbeiten des heißen Asphalts kletterten die Temperaturen weit über die 40 Grad-Marke. Die Gemeindestraße zwischen Kiesbert und Höher Schule erhielt eine neue Verschleißschicht.

HERSCHEID - Den vermutlich heißesten Arbeitsplatz in Herscheid hatten am Dienstag die Mitarbeiter der Firma Kebben: Bei der Erneuerung der Fahrbahndecke bei Kiesbert kamen sie gehörig ins Schwitzen.

Die Sonne brannte erbarmungslos auf das kleine Dach der Fertigungsmaschine, die sich Meter für Meter in Richtung Kiesberter Ortskern arbeitete. In enger Absprache bewegte sich vor diesem Gefährt ein Lastwagen, der heißen Asphalt in den Fertiger abließ, der diesen gleichmäßig auf der Fahrbahn verteilte. Das kleine Thermometer, das die Bauarbeiter an ihrem Arbeitsgerät befestigt haben, zeigte dabei Temperaturen von bis zu 45 Grad Celsius an. 

Eine heiße Aufgabe, die die mit Mützen und Hüten ausgestatteten Mitarbeiter der Firma Kebben erledigten. Tags zuvor hatten sie die Fahrbahn aufgefräst und loses Material beseitigt. Am Mittwoch folgen in einem ersten Schritt das Anbringen der etwa vier Zentimeter dicken Asphaltschicht auf der rund 630 Meter langen Strecke von Höher Schule bis zum Kiesberter Ortsausgang. Auch die 150 Meter zwischen Kiesbert und Neuenhaus sowie ein 150 Meter langer Abschnitt von der Landstraße 696 in Richtung Waldmin erhalten eine neue Fahrbahndecke. 

„Diese rund 930 Meter sind das größte Projekt unseres diesjährigen Deckenprogramms“, erklärt Bernd Wittemund vom Tiefbauamt der Gemeinde Herscheid. Er betont, dass im Gegensatz zu einer Fahrbahnerneuerung (wie etwa auf der Landstraße 561 zwischen Herscheid und Hüinghausen erfolgt) bei diesem Deckenprogramm lediglich eine neue Verschleißschicht aufgetragen wird. Diese reiche aber selbstverständlich aus, um die schlimmsten „Schlaglochpisten“ zu beseitigen. 

Von diesen schadhaften Streckenabschnitten gibt es in Herscheid allerhand. Auf einen Schlag können diese nicht ausgebessert werden. Die Mitglieder des Bauausschusses haben eine Prioritätenliste erstellt, die regelmäßig aktualisiert und Punkt für Punkt abgearbeitet wird. Politik und Verwaltung sind dazu übergegangen, zusammenhängende Streckenabschnitte auszuwählen: Das ist im Bereich Kiesbert nur bedingt möglich, denn im weiteren Verlauf gleicht die Gemeindestraße auch zwischen Ebbefeld und Daum einem Flickenteppich. 

Da die finanziellen Mittel begrenzt sind, muss diese Strecke allerdings zunächst warten. „Vielleicht im nächsten Jahr“, macht Bernd Wittemund den Anwohnern in den entsprechenden Ortschaften Hoffnung auf eine baldige Besserung.

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