Hilft der Bund bei der Sanierung? Gute Chancen für das Herscheider Freibad

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Der Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider (rechts) möchte gemeinsam mit Herscheids Bürgermeister Uwe Schmalenbach, im Falle einer entsprechenden Bundesförderung, das dann sanierte Schwimmerbecken mit einem Sprung vom Sprungturm eröffnen.

Der Bundeshaushalt beinhaltet 200 Millionen Euro Fördergelder für kommunale Einrichtungen. Ein Teil dieser Summe könnte in das Herscheider Freibad fließen.

„Die Chancen stehen gut“, meint Dr. Matthias Heider. Der CDU-Bundestagsabgeordnete schaute sich gestern auf Einladung von Bürgermeister Uwe Schmalenbach im Freibad um. Insbesondere das zu sanierende Schwimmerbecken weckte das Interesse.

Auf rund 1,8 Millionen Euro werden die Baukosten geschätzt. „Unsere Möglichkeiten sind begrenzt“, erinnerte Schmalenbach an das Gesamtvolumen des Haushaltes von knapp 13 Millionen Euro. Ohne Fördergelder werde die Finanzierung zu einer großen Herausforderung.

Das Freibad als Freizeit- und Sporteinrichtung locke Besucher aus Herscheid und der Umgebung an. Eine Eigenschaft hob der Bürgermeister besonders hervor: Durch gezieltes Training lernen Kinder ab vier Jahren das Schwimmen. „Das ist lebenswichtig“, sagte Schmalenbach.

Vor dem Hintergrund, dass in den letzten zehn Jahren deutschlandweit über 500 Schwimmbäder geschlossen wurden, sei der Erhalt der verbleibenden Einrichtungen umso wichtiger.

Eine Einschätzung, der sich Dr. Matthias Heider anschloss. Herscheid sei eine kleine Gemeinde mit hohem Freizeitwert. Neben der Natur mache das Freibad „den Lebenswert der Gemeinde aus“.

Genau deswegen werde er ein Schreiben an das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat aufsetzen, mit der Bitte, Herscheid bei der Vergabe der Fördermittel zu berücksichtigen.

Das Ziel des Bundes sei es, die Mittel effektiv zur Stärkung von kommunalen Einrichtungen einzusetzen. Das Herscheider Freibad sei dafür ein gutes Beispiel, befand Dr. Heider.

Entscheidung fällt Anfang 2019

Ursprünglich war für das Bundesförderprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur ein fester Rahmen von 100 Millionen Euro vorgesehen. Doch aufgrund des großen Bedarfs wurde das Volumen verdoppelt.

Laut Dr. Matthias Heider können Kommunen bis zum heutigen Mittwoch ihre Projekte beim Bundesinnenministerium einreichen. Danach werde das Programm von den Mitarbeitern gesichtet und gelistet. Anfang des nächsten Jahres sei mit den ersten Entscheidungen zu rechnen, schätzt Heider.

Sollte Herscheid tatsächlich einen Förderbescheid erhalten, dann lud Bürgermeister Uwe Schmalenbach gestern Mittag den Bundestagsabgeordneten zur Einweihung des neuen Beckens ein. Dr. Heider sagte spontan zu und freute sich bereits auf einen gemeinsamen Sprung vom Drei-Meter-Brett.

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