Direkter Vergleich früher und heute

Heimatkalender 2020: Neue Aufmachung soll auch Jüngere ansprechen

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Sie präsentieren die 17. Auflage der „Herscheider Erinnerungen“ (von links): Dr. Klaus Hüttebräucker, Vorsitzender des Geschichts- und Heimatvereins, Bürgermeister Uwe Schmalenbach, Fachbereichsleiterin Sabine Plate-Ernst, Gestalterin Stephanie König und Andreas Köster, Pressesprecher der Enervie-Gruppe. Ab sofort sind die Heimatkalender im Bürgerbüro des Rathauses kostenlos erhältlich.

Herscheid – „Same procedure as every year“ hieß es bislang nicht nur bei der TV-Sendung „Dinner for one“ an Silvester, sondern auch bei der Präsentation der Heimatkalender „Herscheider Erinnerungen“. Die 17. Auflage bricht aus dieser Regelmäßigkeit aus und überrascht mit einigen Neuerungen.

Titelbild: 16 Jahre lang hat die Apostelkirche als Wahrzeichen der Gemeinde das Titelbild des Heimatkalenders bekleidet. Zum ersten Mal gibt es nun einen Wechsel: Mit dem Spieker ziert ab sofort eines der ältesten Gebäude der Ebbegemeinde das Cover, das seit zehn Jahren als Heimathaus einmal im Monat für Besichtigungen geöffnet wird. 

Das Team: Da Gemeindearchivarin Claire Duwenhögger (geborene Maunoury) erst vor wenigen Tagen ihre Elternzeit beendet hat, konnte sie nicht an der Erstellung der Heimatkalender mitwirken. Stattdessen hat Sabine Plate-Ernst, Fachbereichsleiterin aus dem Rathaus, die ohnehin bestehenden Kontakte mit dem Geschichts- und Heimatverein intensiviert. Gemeinsam wurden die Bilder ausgesucht und die erklärenden Texte erstellt. 

Die Motive: Aus den Reihen des Heimatvereins kam auch die wohl auffälligste Änderungsidee: Den historischen Fotomotiven werden auf jeder Monatsseite aktuelle Ansichten gegenübergestellt. „Das gibt jüngeren Personen die Möglichkeit, Zugang zur Heimatgeschichte zu erhalten“, sagt Bürgermeister Uwe Schmalenbach. Beim Betrachten der Bilder kann nachempfunden werden, wie der Ortsteil Friedlin gewachsen ist (Monatsblatt Februar), wie sich der Alte Schulplatz verändert hat (September) und wie das Herscheider Freibad in früheren Jahren umgebaut worden ist (Juli). „Auffällig ist auf den meisten Vergleichsbildern, dass es heute mehr Bäume gibt“, hat Dr. Klaus Hüttebräucker, Vorsitzender des Geschichtsvereins, bemerkt. 

Herangehensweise: Aus dem Fundus des Heimatvereins und des Gemeindearchivs stammen die historischen Bilder. Diese dienten als Vorlage für die heutigen Bilder, die nach Möglichkeit aus einer ähnlichen Perspektive erstellt wurden. „Für mich war die Zusammenstellung eine echte Herausforderung, weil 24 statt 12 Bilder und erstmals auch Farbfotos verwendet wurden“, sagt Grafikerin Stephanie König. Ein Aufwand, der sich gelohnt hat, meint Uwe Schmalenbach: „Ich finde die neue Aufmachung sehr gelungen“, bedankt sich der Bürgermeister bei allen Beteiligten.

Erscheinungsweise: Eines hat sich übrigens nicht geändert - Herausgegeben werden die „Herscheider Erinnerungen“ in bewährter Manier von den Stadtwerken Lüdenscheid. Gedruckt wurden die Kalender in einer Auflage von 1 200 Exemplaren. Diese liegen ab sofort während der regulären Öffnungszeiten zur kostenlose Mitnahme im Bürgerbüro bereit. 

Kalenderabend: Gemeinde und Geschichtsverein laden gemeinsam für Donnerstag, 28. November, zum Kalenderabend ein. Ab 18 Uhr werden im Bürgersaal des Rathauses die Bilder des Heimatkalenders 2020 vorgestellt. Die Besucher werden zum Gespräch und Austausch über die neuen Motive eingeladen.

Bilder gesucht: Das Gemeindearchiv Herscheid freut sich jederzeit über „neue“ alte Bilder für weitere Heimatkalender. Archivarin Claire Duwenhögger ist ab sofort wieder im Dienst. Wer Bild- oder auch Textmaterial zur Verfügung stellen kann (auch leihweise zur Reproduktion), der sollte sich im Gemeindearchiv melden oder eine Email schreiben an post@herscheid.de.

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