Zwei Herscheider stellen sich großer Herausforderung

Das härteste Radrennen der Welt

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Die beiden Herscheider Markus Gärtner (links) und Julian Becker (2. v on links) waren beim 24-Stunden-Spinning-Marathon genauso fleißig im Einsatz wie ihr Teamkollege Sven Dunker aus Plettenberg (rechts). Als Ersatz für das vierte Teammitglied Miki Nilòvic, der verhindert war, komplettierte Sportwissenschaftler Andreas Kramer (2. von rechts) das Quartett.

Herscheid – Vier heimische Sportler stehen vor einem großen Abenteuer: dem Rennen quer durch Amerika, dem Race Across America (RAAM). Es sind nur noch wenige Monate, bis es für das Team aus dem Märkischen Kreis, dem auch zwei Herscheider Sportler angehören, ernst wird.

Im Juli startet das längste und härteste Radrennen der Welt. Dabei müssen von der West- bis zur Ostküste 4 800 Kilometer und rund 52 000 Höhenmeter bewältigt werden. Der Start erfolgt im kalifornischen Oceanside und das Ziel liegt in Annapolis. Dabei dürfen nur Profis als Einzelstarter mitmachen. 

Die meisten Radsportverrückten gehen mit einem Team auf die Strecke. So auch die beiden Herscheider Julian Becker und Markus Gärtner, die gemeinsam mit dem Plettenberger Sven Dunker und dem Meinerzhagener Miki Nilòvic dieses Rennen zusammen bestreiten wollen. Das Quartett hat insgesamt neun Tage Zeit, um die Strecke zu bewältigen; durch einen ständigen Wechsel wollen die heimischen Sportler das Ziel jedoch bereits nach sieben Tagen erreicht haben. 

In der Vorbereitung sind die vier Rad-Cracks schon fleißig unterwegs gewesen. Ob beim Staffel-Radwettbewerb auf einer Rennstrecke oder während eines Radklassikers in Norwegen – das RAAM-Team testete in den letzten Monaten bei mehreren Langstreckenrennen sein Limit. 

Begleitet wird die Mannschaft von einem insgesamt elfköpfigen Betreuerstab, der unter anderem aus Ärzten, Physiotherapeuten und Mechanikern besteht. Auch ein eigener Koch und Navigatoren werden mit an Bord sein. Für die passenden Trainingspläne sorgt Sportwissenschaftler Andreas Kramer. 

„Wir sind eine sehr harmonische Truppe und stecken gerade mitten in der heißen Vorbereitungsphase“, berichtete Teamchef Frank Lachnitt anlässlich des Spinning-Marathons im Herscheider Fitnessstudio. 

Seit zwei Jahren laufen die Planungen auf Hochtouren und mehrere Weichen wurden bereits gestellt: Das Startgeld konnte bezahlt, die Fahrzeuge bestellt und die Flüge gebucht werden. Bevor das Rennen am 15. Juni startet, bezieht man für fünf Tage eine Unterkunft in der Nähe von San Diego. Dann müssen noch Formalitäten vor Ort geklärt werden, schließlich gibt es eine strenge Prüfung der gesamten Ausrüstung, erläuterte Lachnitt den Ablauf. 

Wenn es dann losgeht, sind nicht nur die Sportler, sondern auch das Betreuerteam gefordert, wie der Teamchef betont: „Wir werden ein großes Wohnmobil und drei Vans einsetzen, mit denen wir unseren Radfahrern bis zur Ostküste folgen. Wir müssen hinter den Kulissen dafür sorgen, dass alles reibungslos klappt und die vier Sportler bestmöglich versorgt werden.“ 

Keine Frage, dass dieses Projekt auch einen finanziellen Kraftakt darstellt. Um die Teilnahme am Rennen zu realisieren, braucht es daher auch Sponsoren. Allein für die Startgebühren musste ein fünfstelliger Betrag aufgebracht werden. „Wir sind begeistert darüber, wie viele Unternehmen aus der Region, aber auch Privatpersonen uns unterstützen. Ohne sie wäre das alles nicht möglich“, bedankt sich Frank Lachnitt. 

Doch das RAAM-Team ist nicht nur sportlich engagiert, sondern setzt sich auch für den guten Zweck ein. Ein Teil der für das Amerika-Projekt gesammelten Gelder kommt dem Förderverein der Palliativstation im Klinikum Hellersen zu Gute. Die heimischen Sportler und ihr Betreuerteam stellen ebenfalls klar: „Alles, was nach dem Rennen an finanziellen Mitteln übrig bleibt, wird dorthin gehen.“

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