Grundschule Hüinghausen und Familienzentrum erhalten Kinderumweltpreis

„Mach bitte das Licht aus“

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Hüinghausens Schulleiterin Heike Zilinski (2. von links) und Christiane Krüger, Leiterin des Familienzentrums (3. von rechts), nahmen im Rathaus die Urkunden für den Kinderumweltpreis 2017 entgegen. Neben den Rathaus-Mitarbeiterinnen Bärbel Sauerland (links), Sabine Plate-Ernst (2. von rechts) und Ortrud Struck (rechts) gratulierte auch Markus Ebert, Kommunalbetreuer der Firma Innogy (3. von links). Im Hintergrund sind die Info-Stellwände zu sehen, die mit Hilfe der Kinder zusammengestellt worden sind.

HERSCHEID - Erst beinahe vom Winde verweht, dann mitten im erneuten Wintereinbruch: Die Verleihung des Kinderumweltpreises stand ganz im Zeichen der Natur – jedoch etwas anders, als geplant.

Denn ursprünglich sollten die Sieger am 18. Januar im Herscheider Rathaus geehrt werden. Bekanntlich zog an jenem Tag Sturmtief „Friederike“ über die Ebbegemeinde hinweg; sicherheitshalber wurde der Termin daher um zwei Wochen verschoben. 

Auch diesmal war das Wetter bemerkenswert: Denn am Donnerstagnachmittag konnten die Geehrten und die Gratulanten während der Preisverleihung beim Blick aus dem Fenster einen munteren Schneeflockentanz bewundern. Doch nicht nur die äußeren Bedingungen waren dem Anlass angepasst – auch die teilnehmenden Kindereinrichtungen hatten sich intensiv mit Naturthemen befasst. 

„Was machen wir täglich für unsere Umwelt?“, mit dieser Frage setzten sich die Hüinghauser Grundschüler auseinander. Bei ihren Überlegungen stellten sie fest, dass im Schultag allerhand von dem umgesetzt wird, was zum Natur- und Ressourcenschutz beiträgt. 

Den Beamer nicht auf Standby, sondern gänzlich ausschalten, Stoßlüften anstelle von Fenstern in Kipp-Stellung, Mülltrennung – all das beherzigen die Kinder. Und wer als Letzter den Klassenraum verlässt, der hört häufig den Satz: „Mach bitte das Licht aus, wir wollen doch Strom sparen.“ 

Ganz unterschiedlichen Themen widmeten sich die Kinder im Familienzentrum „Unterm Regenbogen“. Mit den unterschiedlichen Mäuse-Gattungen beschäftigte sich die Mäusegruppe; der Kurzbesuch einer Ebbemaus durfte dabei nicht fehlen. Mit Hilfe der bestellten Raupen erlebten die Kinder einer anderen Gruppe die Entwicklungsstadien auf dem Weg zum Schmetterling. 

Nach einem Zoobesuch fragten sich die Kinder, wie groß eine Giraffe ist: Mit einem Seil wurde die Länge nachgemessen. Mit Fachbegriffen wie „osmotische Kraft“ kennen sich diejenigen Kinder aus, die in ihrer Gruppe erarbeiteten, wie Bäume trinken. 

„Die Themen-Vielfalt ist wirklich überraschend“, staunte nicht nur Bürgermeister-Vertreterin Sabine Plate-Ernst bei der Preisübergabe. Auch Markus Ebert, Kommunalbetreuer des Unternehmens Innogy (die den Umweltpreis mit 1 000 Euro Preisgeld fördert) lobte die Kinder: „Die Kleinen waren wieder großartig.“ Nur wer sich mit der Natur und deren Schutz beschäftige, der könne die dafür notwendigen Schritte auch verinnerlichen – genau deswegen gebe es den Kinderumweltpreis. 

Ebert bedankte sich zudem bei der Gemeinde Herscheid: In den letzten Wochen war im Rathaus eine Ausstellung zu sehen, in der die Ergebnisse der Grundschule und des Familienzentrums zusammengefasst waren. „Das ist eine wirklich schöne Plattform“, sagte Ebert, der hofft, in Zukunft wieder mehr Teilnehmer begrüßen zu können.

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