In der Vorstandssitzung wurde es entschieden

Wie geht es mit dem Betreuungsverein weiter?

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Die Grundschule Herscheid wird jetzt vom Betreuungsverein weiter unterstützt.

Der Betreuungsverein der Grundschule ist gerettet und kann seine Arbeit normal fortsetzen. Nach der außerordentlichen Mitgliederversammlung ist der Vorstand nun komplett.

Herscheid - Wegen des Shutdowns konnte am Mittwoch anders als geplant keine Präsenzveranstaltung durchgeführt werden, stattdessen kam man online zusammen. „Es war technisch etwas holprig, aber es war für viele das erste Mal, dass sie so ein Online-Meeting gemacht haben“, sagt Marc Marcel Schelberg, 1. Vorsitzender des Vereins. Was zählt sei letztlich das Ergebnis, denn mit Sabrina Muth konnte eine stellvertretende Vorsitzende gefunden und der Vorstand vervollständigt werden. Die drohende Auflösung des Vereins ist damit vom Tisch.„Das wichtigste ist, dass wir den Posten besetzen konnten und die Betreuungsarbeit so weitergehen kann“, gibt sich Schelberg erleichtert. 

Nach der regulären Jahreshauptversammlung Anfang Oktober hatten sich unter den wenigen Teilnehmern nicht genug Kandidaten für die Vorstandsposten gefunden. Schelberg selbst stellte sich zwar erneut als Vorsitzender zur Verfügung und mit Danny Wohlpart gab es auch einen Kassenwart, aber für den ausscheidenden stellvertretenden Vorsitzenden Jan-Peter Steinweg konnte kein Nachfolger bestimmt werden. Deswegen war die außerordentliche Versammlung notwendig. Hätte man auch da den Vorstand nicht vervollständigen können, hätte sich der Verein auflösen müssen.

 In der Heimatzeitung und in einem Elternbrief hatte Schelberg auf dieses Szenario hingewiesen und die Vereinsmitglieder – es gibt 72 stimmberechtigte Mitglieder, die Eltern der 88 betreuten Kinder – dazu aufgerufen an der Versammlung teilzunehmen und zu kandidieren. Durch dieses Wachrütteln habe man noch den einen oder anderen mehr erreichen können, aber weniger als erwartet, so Schelberg.

An dem Online-Meeting nahmen 20 Personen teil, immerhin mehr als auf der regulären Versammlung, wobei sich im Vorfeld 26 angemeldet hatten. Zur Wahl stellten sich vier Personen – zwei Männer und zwei Frauen. Drei der Kandidaten waren Vereinsmitglieder, eine war nicht Mitglied – konnte aber auch für den Posten kandidieren.

Eine fünfte Kandidatin, ebenfalls vereinsextern, die sich im Notfall auch für den Posten zur Verfügung gestellt hätte, zog kurz vorher zurück. Auch bei der Abstimmung war es dann vereinsexterne die Kandidaten, Sabrina Muth, die sich nach dem Artikel in der Heimatzeitung gemeldet hatte und mit großer Mehrheit gewählt wurde. „Ich bin schon erstaunt, dass es so eindeutig für eine Person von außen ausgefallen ist“, sagt Schelberg. Bei aller Erleichterung bleibt bei Schelberg aber auch Enttäuschung über das Desinteresse der Mehrheit der Vereinsmitglieder. Es sei nun schon das dritte Mal in seiner Amtszeit, dass der Vorstand erst im zweiten Anlauf komplett besetzt werden könne. Auch bei den vorigen Wahlen sei das der Fall gewesen. Dabei war es diesmal durch das Online-Format denkbar einfach, so Schelberg: „Man hätte von der Couch aus teilnehmen können.“

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