Die Gründer des Räriner Marktes ziehen sich aus der Organisation zurück

Ende der Ära IG Kürbismarkt

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Mit Akribie und Liebe zum Detail haben die Mitglieder der Interessengemeinschaft in den letzten 17 Jahren den Kürbismarkt geplant. Nun wollen sie die Organisation in jüngere Hände übergeben; wer ihre Nachfolge antreten wird, steht noch nicht fest. 

Herscheid - Der Weihnachtsgruß der Räriner Interessengemeinschaft enthält einen unterstrichenen Satz, der für Erstaunen sorgt: „Wir haben beschlossen „Unseren Kürbismarkt“ nicht mehr zu veranstalten“, heißt es in dem Schreiben an Aussteller und Unterstützer.

Bedeutet dies etwa das Ende des Kürbismarktes, der seit Jahren am Tag der Deutschen Einheit hunderte Besucher nach Rärin lockt? 

Mitnichten, betont Gerd Holthaus, Mitglied der besagten Interessengemeinschaft (IG). Nicht etwa die Ära der Veranstaltung, sondern die der Veranstalter findet ein Ende. „Wir ziehen jetzt einen Schlussstrich“, meint Holthaus. 

Neben den gestiegenen Auflagen, die bei der Durchführungen einer solchen Großveranstaltung berücksichtigt werden müssen, und dem großen Aufwand sei vor allem das Alter der sieben verbliebenen IG-Mitglieder ausschlaggebend für diesen Rückzug. 

Bereits vor einigen Jahren habe man die Organisation niederlegen wollen, gesteht Gerd Holthaus, doch aus Liebe zu dem Markt weitergemacht. Doch jetzt sei es endgültig an der Zeit, den Kürbismarkt in jüngere Hände zu übergeben. 

Diesbezüglich habe man bereits einige Gespräche geführt, verrät Holthaus. Potentielle Nachfolger scheint es demnach zu geben und auch Daueraussteller wie Peter Viertmann, der den Markt mit seinen Kürbissen maßgeblich gestaltet, haben ihre Unterstützung für die Zukunft zugesagt. 

Auch die „alte Garde“ der Interessengemeinschaft – zu der die Ehepaare Holthaus, Althoff und Schmidt sowie Monika Knipp gehören – wird sich bei der Durchführung des Marktes einbringen, allerdings nicht mehr in erster Reihe. 

„Wir hoffen, wir alle können die gewonnene Zeit nach unseren Vorstellungen nutzen“, heißt es in eingangs erwähntem Weihnachtsschreiben, mit dem sich die Markt-Gründer bei allen Helfern, Teilnehmern und Freunden des Kürbismarktes bedanken. 

Ob es Veränderungen am Erfolgsrezept für den Kürbismarkt geben wird, ist nach heutigem Stand noch nicht absehbar. „Es sind ja noch ein paar Wochen bis zum nächsten 3. Oktober“, gibt sich Gerd Holthaus zuversichtlich. Er rechnet fest damit, dass der Tag der Deutschen Einheit auch 2018 in Rärin ganz im Zeichen des Kürbisses stehen wird.

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