Ferienspaß-Teilnehmer kommen ihrem Bewegungsdrang nach

Großer Nachholbedarf: Kinder wollen toben, tanzen, rennen

Start ins Weltraum-Abenteuer: Captain Krrk und seine Crew hoben mit den Kindern ab.
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Start ins Weltraum-Abenteuer: Captain Krrk und seine Crew hoben mit den Kindern ab.

Die erste Woche des Weltraum-Ferienspaßes ist bereits vorbei. Eine Erkenntnis dabei: Nach Wochen der Corona-Einschränkungen haben die Kinder spürbaren Nachholbedarf und genießen die Gemeinschaft im Herscheider Jugendzentrum. 

Herscheid - Deutlich wird dies bei der Astronautenprüfung im Garten. Dafür hat die vierköpfige Crew um Botschafterin Silkidala (Silke Obier) und Captain Krrk (Andreas Wehberg) mehrere Stationen vorbereitet, bei denen Geschick und Teamarbeit gefragt sind. Am meisten Betrieb herrscht jedoch bei den Bewegungsprüfungen: Dort kreisen pausenlos Hula-Hoop-Reifen und auf dem kleinen Trampolin versuchen die Weltraumfahrer, die Schwerelosigkeit außer Kraft zu setzen.

„Der Bewegungsdrang der Kinder ist riesig“, zeigt sich Andreas Wehberg wenig verwundert. Monatelang kein Vereins- und Schulsport, geschlossene Spielplatzhallen und Freizeitbäder – das gehe an den Mädchen und Jungen nicht spurlos vorbei. Sie nutzen die Möglichkeiten des Jugendzentrums, um zu toben, zu tanzen oder zu rangeln.

Doch auch Angebote wie das Basteln von Raketenrucksäcken seien sehr beliebt gewesen. Miteinander Zeit zu verbringen, was vor Beginn der Pandemie ganz selbstverständlich war, scheint inzwischen einen anderen, höheren Stellenwert zu haben, vermutet Captain Krrk.

Schwerkraft-Springen auf einem Trampolin oder das Ertasten von Gegenständen mit Astronauten-Handschuhen: Die Prüfungen für die angehenden Astronauten waren vielseitig.

Eine Erfahrung, die Wehberg und Einrichtungsleiterin Silke Obier in den zurückliegenden Wochen auch bei den jugendlichen Besuchern gemacht haben. Diese mussten fünfeinhalb Monate auf die persönlichen Treffen im Jugendzentrum verzichten. Anfangs sei der Austausch über Internet und soziale Netzwerke noch recht munter gewesen. „Doch irgendwann trat eine digitale Müdigkeit ein“, erzählt Andreas Wehberg.

Als dann kurz vor den Sommerferien der Betrieb wieder hochgefahren wurde, sei die Nachfrage trotz der einzuhaltenden Schutzmaßnahmen groß gewesen. Dass das Jugendzentrum nun wegen des Ferienspaßes wieder vorübergehend für Jugendliche geschlossen werden muss, sei bedauerlich, aber aus personellen Gründen nicht anders zu regeln.

Die Ferienspaß-Kinder mussten auch Puste-Starthilfe für Raketen leisten.

Dennoch versucht Andreas Wehberg auch in dieser Zeit über die aufsuchende Jugendarbeit (Streetwork) den Kontakt zu den Jugendlichen zu halten. Zudem verkürzt das Team die Sommerpause: Ab dem 26. Juli soll wieder wochentags von 15 bis 21 Uhr geöffnet werden, in Absprache mit dem Betreuungsverein Holiday Kids, der vom 19. Juli bis zum 6. August ein Ferienprogramm für Grundschulkinder im Jugendzentrum anbietet (wochentags von 7.45 bis 13.15 Uhr).

Zuvor steht noch der zweite Teil des Weltall-Ferienspaßes an: In der zweiten Ferienwoche wird eine zweite, 20-köpfige Kindergruppe Abenteuer auf dem Planeten Juziper erleben. „Darauf freuen wir uns sehr“, sagt Andreas Wehberg. Auch wenn wegen Corona die Teilnehmerzahl begrenzt ist und Ausflüge gestrichen sind – der Ferienspaß ist für die Jugendzentrums-Crew immer eine Herzensangelegenheit. 

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