Auf Simon Mai wartet eine Fülle an Aufgaben

„Gerne in der Natur“: Der erste Klimaschutzmanager für Herscheid und Neuenrade

Die Bürgermeister Uwe Schmalenbach (links) und Antonius Wiesemann (rechts) sowie die Amtsleiter Marcus Henninger und Bärbel Sauerland (Herscheid) präsentieren den neuen Klimaschutzmanager Simon Mai (Mitte).
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Die Bürgermeister Uwe Schmalenbach (links) und Antonius Wiesemann (rechts) sowie die Amtsleiter Marcus Henninger und Bärbel Sauerland (Herscheid) präsentieren den neuen Klimaschutzmanager Simon Mai (Mitte).

Zwei Kommunen, ein Klimaschutzmanager: Herscheid und Neuenrade haben Simon Mai eingestellt. Der 30-jährige Noch-Dortmunder präsentierte sich am Freitag der Öffentlichkeit. Er wird künftig das Thema Klimaschutz in den beiden Städten befördern, bestehende Projekte begleiten, bestehende Netzwerke pflegen und erweitern.

Herscheid - Sein Profil passt dazu offensichtlich perfekt. Er hat den Bachelor in BWL, einen Master zum Thema Märkte und Unternehmen. In seiner Abschlussarbeit befasste er sich mit Klimaschutz auf lokal-regionaler Ebene. Nachhaltigkeit, sozial, ökologisch, indigene Entwicklung und Ausbau erneuerbarer Energien sind Stichworte, die Mai nannte. Für ihn ist klar: „Die Expertise sitzt vor Ort.“

Interessant vor diesem Hintergrund ist sicher die Fallstudie zum Thema Klimaschutz, die er im Münsterland durchführte. So sei man im Münsterland super in der Theorie, was den Klimaschutz anbelangt, aber es mangele einfach daran, auch den Bürger in der Praxis mitzunehmen. Mai hält den Klimawandel „für das zentrale Thema unserer Zeit“ und will „einen sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, will den Klimaschutz voranbringen.

Gezielt habe er sich nach einem Klimaschutzmanager-Posten umgeschaut und sich auch gezielt beworben. Gut findet Mai auch, dass er über die drei Jahre des Förderzeitraums, in denen seine Stelle mit öffentlichen Mitteln bezuschusst wird, hinaus eine Perspektive habe. Herscheids Bürgermeister Uwe Schmalenbach betonte ebenfalls, dass ihm diese Perspektive für den Klimaschutz wichtig sei, ein nachhaltiger Ansatz eben. Anzusetzen gilt es für Schmalenbach im privaten Umfeld der Bürger, aber auch bei den Industriebetrieben.

Sein Neuenrader Amtskollege Antonius Wiesemann (CDU) sieht das genauso. Die Bürger seien bereit, den Klimaschutz mit voranzutreiben, es gelte die Menschen an die Hand zu nehmen und zu zeigen, wie es geht. Die Sensibilisierung sei wichtig.

Mit dabei bei der Vorstellung des neuen Klimaschutzmanagers waren auch Amtsleiter Marcus Henninger, der in Neuenrade für den Bereich Bauamt (einschließlich Stadtentwicklung) zuständig ist, und Bärbel Sauerland. Sie ist im Herscheider Rathaus unter anderem verantwortlich für Umwelt und Soziales. Henninger betonte, dass es vor allem darum gehe, den Klimaschutz strategisch zu managen und ließ durchblicken, dass Mai vor diesem Hintergrund eine gute Wahl sei.

Bärbel Sauerland verwies zudem auf die Klimaschutzmanager in den umliegenden Kommunen und die angestrebte Vernetzung untereinander. Aus diesem Pool könne man sicher auch schöpfen. „Ich finde das ganz entscheidend.“ Neuenrade und Herscheid stellten zusammen einen Klimaschutzmanager ein, weil „die Strukturen ähnlich sind und Synergieeffekte genutzt werden sollen“, sagte Antonius Wiesemann.

Simon Mai, „Kajakfahrer, Trailrunner und jemand, der sich privat gerne in der Natur aufhält“, wie er selbst über sich sagt, wird zu festen Kernzeiten in den beiden Kommunen anwesend sein. In Neuenrade ist er unter Tel. 0 23 92 /69 31 45 erreichbar, in Herscheid unter der Rufnummer 0 23 57 / 90 93 28.

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