Gemeinschaftshalle: Zweiter Anlauf für Fördermittel

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Die Herscheider Gemeinschaftshalle soll sich nach dem Ende der Sanierungsarbeiten so präsentieren.

Herscheid - Wenn der Gemeinderat am kommenden Montag, 30. September, zur öffentlichen Sitzung zusammenkommt, dann steht zwar erneut die Sanierung der Gemeinschaftshalle auf der Tagesordnung. Den Antrag auf Fördermittel für diese Maßnahme wird die Verwaltung zu diesem Zeitpunkt aber bereits eingereicht haben.

Der Grund ist simpel: Die Antragsfrist für das Landesprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ endet am Montag. Gestützt auf die einstimmige Empfehlung des Hauptausschusses hat die Gemeinde ihre Bewerbung um Fördermittel für das kommende Jahr schon fertiggestellt. Der Ratsbeschluss, an dessen Zustandekommen keine Zweifel bestehen, soll daher der Form halber am Dienstag nachgereicht werden.

n in Höhe von 2,7 Millionen Euro ist die Bezuschussung dringend notwendig. Der Investitionspakt würde eine Förderung von 90 Prozent dieser Summe bedeuten. Es verbliebe ein Herscheider Eigenanteil von 270 000 Euro.

Der Schützenverein als Träger der Halle soll einen nicht unerheblichen Teil dieser Kosten aufbringen und sich, sofern möglich, auch durch Eigenleistung einbringen. „Ohne die Gemeinde wird es aber nicht gehen“, verdeutlicht Bürgermeister Uwe Schmalenbach.

Doch wird es überhaupt zu einer Bezuschussung des Vorhabens reichen? Immerhin war ein erster Antrag auf Fördermittel für die Ertüchtigung der Halle, den die Gemeinde im Jahr 2018 gestellt hatte, nicht erfolgreich gewesen. Seinerzeit fehlte unter anderem eine Nutzungsabfrage. Genau diese haben Gemeinde und Schützen in Form eines Bürger-Workshops nachgeholt.

Die dabei definierten Anforderungen wurden von dem Architekturbüro Archifaktur in ein überarbeitetes Konzept integriert, das erstmals beim Schützenfest öffentlich vorgestellt wurde. Auch dabei konnten die Bürger Wünsche äußern.

„Städtebaulich wäre der Umbau ein Gewinn“, bewertet der Bürgermeister die neuen Planungen positiv. Daher hofft er, dass der Herscheider Antrag diesmal Erfolg hat. Sollte die Förderung jedoch nicht das Gesamtpaket umfassen, müssten „einzelne Maßnahmen vorerst zurückgestellt werden“, betont Schmalenbach. Mit einer Entscheidung seitens der Landesregierung sei jedoch frühestens in sechs bis acht Monaten zu rechnen.

Unabhängig davon bleibt der rissige Parkplatz vor der Gemeinschaftshalle übrigens weiter unverändert, erklärte der Bürgermeister im Hauptausschuss auf Nachfrage von Caro Vedder (CDU). Die Platzsanierung sei ein eigenes Projekt des Herscheider Gemeindeentwicklungskonzeptes, welches zum jetzigen Zeitpunkt nicht vor der Umsetzung stehe.

Der geplante Umbau der Gemeinschaftshalle im Überblick

Die Gemeinschaftshalle soll um einen teilweise offenen Anbau in Richtung Parkplatz erweitert werden. Die Fenster- und Türenfront bleibt erhalten und wird lediglich überdacht. Links davon entstehen Eingang und Garderobe, rechts davon Küche, behindertengerechte Toilette, Stauraum sowie im ersten Stock ein Geschäftszimmer / eine Künstlergarderobe. Der Bereich der alten Küche wird zur größer dimensionierten Toilette.

Der Innenraum der Halle wird technisch und akustisch saniert, ein Trennvorhang ermöglicht die Aufteilung der Halle und die Bühne wird tiefer gesetzt. Die Treppe in den Kellerbereich wird verschwinden: Im Untergeschoss wird in dem Bereich, in dem sich aktuell Toiletten und Garderobe befinden, zukünftig ein Schießstand eingerichtet. Fassaden- und Dachsanierung sowie die Erneuerung der Belüftungstechnik gehören ebenfalls zum Maßnahmenpaket.

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