„Einfach nicht mehr zeitgemäß“

Gemeinschaftshalle: Schützen betonen Notwendigkeit für Modernisierung

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Seit Jahrzehnten wurden an der Herscheider Gemeinschaftshalle nur Kleinigkeiten gemacht. Jetzt soll die Halle modernisiert und für die breitere Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Herscheid – „Der Verein kann die Umbauarbeiten in der Gemeinschaftshalle nicht alleine stemmen. Deshalb brauchen wir Fördermittel“, so lautete die Botschaft der Herscheider Schützen bei ihrer Jahreshauptversammlung 2019. Nachdem vor wenigen Wochen eine Bürgerwerkstatt rund um die Zukunft der Halle stattfand, wurden am Wochenende neue Details zum weiteren Vorgehen bekannt gegeben.

Volker Halbhuber, der zweite Vorsitzende des heimischen Schützenvereins, lobte dabei zunächst das große Interesse seitens der Herscheider Bevölkerung: „Neben den Schützen haben sich viele andere Vereine, aber auch Politiker und die Feuerwehr beteiligt. Das hat gezeigt, wie wichtig die Gemeinschaftshalle für den Ort ist.“

Ein besonderer Dank galt Bürgermeister Uwe Schmalenbach und seinem Team in der Gemeindeverwaltung, die dem Schützenverein den Rücken stärken würden. Die geplante Modernisierung sei für beide Seiten eine „Herzensangelegenheit“, betonte Halbhuber.

Grundgerüst wird langsam marode

Gleichzeitig erinnerte er im Gespräch mit unserer Zeitung an die Dringlichkeit der Renovierungsmaßnahmen: „Seit ihrer Einweihung im Jahr 1957 wurden an der Halle nur Kleinigkeiten verändert. Das Grundgerüst ist geblieben und wird langsam marode. Das Gebäude ist einfach nicht mehr zeitgemäß.“ Erkennbar sei dies vor allem an der Technik-Ausstattung. Es gebe weder WLAN noch Beamer und auch die Mikrophonanlage sei „mehr schlecht als recht“. Dazu kommen eine veraltete Bühne und die fehlende Barrierefreiheit, was speziell an der ungünstigen Lage der Toiletten im Keller deutlich wird. Vorteilhaft wäre aus Sicht von Halbhuber außerdem, wenn man den Innenbereich für einzelne Veranstaltungen trennen könnte. „Wir möchten die Halle für die Gemeinde wieder besser nutzbar machen. Ein modernes Umfeld könnte zum Beispiel den Auftritt von Comedians oder andere Kulturveranstaltungen ermöglichen“, hob der zweite Schützen-Chef die positiven Effekte eines Umbaus hervor.

Viele Interessierte waren zu der Versammlung am Freitag gekommen.


„Mit der Bürgerwerkstatt haben wir einen Prozess angestoßen, bei dem Ideen eingebracht und anschließend vom Planungsbüro Pesch und Partner zusammengefasst wurden“, verwies Bürgermeister Schmalenbach auf die zahlreichen Vorschläge, die bei der Diskussionsveranstaltung am 29. Januar gesammelt wurden. Deren Ergebnisse sind bereits auf der Internetseite der Gemeinde Herscheid abrufbar.

Beteiligte legten „gute Grundlage“

Dabei werden neben den technischen und funktionalen Mängeln ebenso Wünsche für eine Erweiterung durch einen Anbau sowie ein breiteres Nutzungsspektrum genannt. Alle Beteiligten hätten damit eine „gute Grundlage“ gelegt, stellte der Herscheider Verwaltungschef klar. Und auch das weitere Vorgehen steht fest: So soll es noch in dieser Woche ein Treffen mit einem Architekten aus Arnsberg geben, der die Halle vor Ort genau unter die Lupe nehmen möchte, sodass dann erstmals konkrete Kosten auf den Tisch kommen.

Klar ist: Öffentliche Zuschüsse werden unbedingt gebraucht. Die Einnahmen aus der Hallenvermietung seien seit Jahren rückläufig, umso wichtiger wäre eine Attraktivitätssteigerung, berichtete Schützen-Schatzmeister Jürgen Schade. Ziel sei es, bis zum diesjährigen Schützenfest Umbau-Pläne zeigen zu können. Die Versammlung zeigte sich einig darüber, dass dies ein guter Rahmen wäre. Mitte September würde die Frist für eine passende Förderantragstellung enden. „Wir haben bereits 2018 einen Antrag gestellt, der war jedoch nicht erfolgreich. Dementsprechend müssen wir diesmal besser sein“, erklärte Uwe Schmalenbach und verwies auf zwei Förderverfahren, für die man sich parallel bewerben wolle: „Schön wäre natürlich, wenn wir direkt den Zuschlag bekommen und die Gelder 2020 fließen würden.“

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