Gemeinde Herscheid informiert über Warntag am 6. September

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Barbara Sauerland, Gemeinde Herscheid, und Michael Geck von der Herscheider Feuerwehr stellen die Flyer zum landesweiten Warntag am Donnerstag, 6. September, vor.

Herscheid - Ein auf- und abschwellender Heulton ist für eine Minute aus den Feuerwehrsirenen zu hören. Es ist das Zeichen, das der Bevölkerung signalisiert, hier passiert gerade etwas, seid aufmerksam. Um die Bürger vor akuten Situationen zu warnen, wurden in Herscheid seit einiger Zeit die Sirenen wieder in Betrieb genommen.

Das gilt jedoch nicht nur für die Ebbegemeinde, sondern für ganz Nordrhein-Westfalen. Um die Bürger dafür zu sensibilisieren, findet ein landesweiter Warntag am Donnerstag, 6. September, statt. Lange Zeit waren die Sirenen in der Ebbegemeinde nicht mehr zu hören. Das hat sich im letzten Jahr jedoch geändert. Barbara Sauerland von der Gemeinde Herscheid und Michael Geck von der Freiwilligen Feuerwehr erklären, was es damit genau auf sich hat.

Bei einem gewissen Szenario soll die Bevölkerung über die Sirenen informiert werden. Das kann zum Beispiel ein Wald- oder Großbrand sein, Schadstoffaustritte, Naturkatastrophen oder akute Bombenentschärfungen. Ein weiterer Effekt des Sirenenalarms ist zudem, dass die Einsatzkräfte nicht nur über ihren Meldeempfänger informiert werden, sondern zusätzlich von der Sirene aufmerksam gemacht werden beziehungsweise sich andere Löschgruppen darauf einstellen, dass weitere Unterstützung nötig werden könnte.

Die Kommunen erhielten in der Vergangenheit Fördergelder, um die Sirenen wieder instand zu setzen. Für Herscheid bedeutete dies, dass von fünf vorhandenen Sirenen, bei vieren die digitalen Module ausgewechselt werden mussten und am Rathaus eine neue Sirene installiert wurde. Die übrigen befinden sich an den Feuerwehrgerätehäusern in Hüinghausen, Rärin und Ober-Holte – die Sirene auf dem Gerätehaus in Reblin wurde nicht umgerüstet, dort besteht die Löschgruppe seit einiger Zeit nicht mehr. Alle Sirenen werden nun über die Leitstelle geschaltet.

Die Sirene auf dem Rathaus in Herscheid.

Um der Bevölkerung zu signalisieren, was gerade vor sich geht, gibt es drei verschiedene Signale. Handelt es sich lediglich um einen Feueralarm, der nur für die Feuerwehr relevant ist, erklingt ein Dauerton von einer Minute, der zwei Mal unterbrochen wird. Der Warnton äußert sich in einem auf- und abschwellendem Heulton von einer Minute und ein konstanter Dauerton von einer Minute bedeutet, dass die Gefahr vorüber ist, es wird Entwarnung gegeben.

„Während in den übrigen Teilen von Nordrhein-Westfalen am Warntag im September als Probealarm eine Kombination aus Tönen von Entwarnung und Warnung zu hören sein wird, wird im ganzen Märkischen Kreis und somit auch in Herscheid aus technischen Gründen der Ton zur Entwarnung läuten, also ein Dauerton von einer Minute“, kündigen Barbara Sauerland und Michael Geck an. An jedem zweiten Samstag im Monat findet zudem um 12.00 Uhr ein Probealarm statt, wozu die Sirenen kurz anlaufen.

So sollten die Bürger sich verhalten

Erklingt dieser Warnton, sind folgende Verhaltensregeln zu befolgen, teilt die Gemeinde in einem Handzettel mit:

Ruhe bewahren
Fenster und Türen schließen
das Haus oder die Wohnung aufsuchen
ggf. Klimaanlagen und Belüftung ausschalten
Kindern und Hilfsbedürftigen helfen
Passanten aufnehmen
die Kinder in der Schule/ im Kindergarten lassen
Radio, in diesem Fall den Sender Radio-MK, einschalten bzw. auf die Warn-App Nina
Lautsprecherdurchsagen beachten
und nur im Notfall die Polizei (110) oder die Feuerwehr (112) anrufen.

Mit dem landesweiten Warntag am 6. September sollen die Bürger auf solche Situationen vorbereitet werden. Der Tag soll zukünftig zwei Mal im Jahr in Nordrhein-Westfalen stattfinden; der zweite Termin ist der erste Donnerstag im März.

„Um 10.00 Uhr werden am Warntag alle Sirenen im Märkischen Kreis von der Kreisleitstelle ausgelöst. Zum einen wird so auf die Bedeutung der Sirenen hingewiesen und zum anderen kann erprobt werden, wie gut die Bevölkerung die Warnung annimmt“, erklärt Bärbel Sauerland. Ziel sei mit diesem Probetag dabei den Bürgern zu vermitteln, wie sie sich richtig verhalten und größeres Unheil zu verhindern, in dem man Warnungen weiter gibt. Für nachts gelte natürlich, dass man drinnen bleibe und nicht die Fenster aufreiße, um zu gucken, was draußen los ist.

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