1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Herscheid

Gefiederte Mitbewohner: Berta und Hilda leben jetzt im Seniorenzentrum

Erstellt:

Von: Dirk Grein

Kommentare

Huhn Berta schreitet stolz umher und fühlt sich im Garten des Seniorenzentrums sichtlich wohl. .
Huhn Berta schreitet stolz umher und fühlt sich im Garten des Seniorenzentrums sichtlich wohl. © Dirk Grein

Berta, Hilda, Sissi und Mathilde, so heißen die neuen Mitbewohner des Seniorenzentrums. Das Quartett hat nicht nur ein eigenes Haus erhalten, sondern erfährt obendrein eine besonders intensive Beobachtung durch nahezu alle Senioren. Denn bei den Neuen handelt es sich um Hühner.

Herscheid - Im Herbst 2020 erfreuten sich die Senioren an den Leihhühnern, die in einem Pirk vor dem Bistro für zwei Wochen täglich Besucher anlockten. „Das kam bei den Senioren sehr gut an, weil viele von ihnen früher auf dem Land gewohnt haben und Hühner mit zum Alltag gehörten“, erzählt Julia Berger vom Sozialen Dienst.

In Abstimmung mit dem Förderkreis des Seniorenzentrums wurden daher nun vier Hühner von einem heimischen Züchter gekauft, die dauerhaft für Freude bei den Bewohnern sorgen sollen. Bewusst wurden dabei vier unterschiedliche Rassen ausgewählt, der einfacheren Unterscheidung wegen: Königsberger, Porzellan Zwerghuhn, Seidenhuhn und Araucana weisen ganz verschiedene Merkmale auf.

Die Hühnereier dürfen wegen Salmonellengefahr nicht im Seniorenzentrum verarbeitet werden, bedauert Julia Berger.
Die Hühnereier dürfen wegen Salmonellengefahr nicht im Seniorenzentrum verarbeitet werden, bedauert Julia Berger. © Dirk Grein

Sie wohnen in einem Stall, der automatisch um 7 Uhr geöffnet und abends nach Sonnenuntergang wieder geschlossen wird. Besagtes Gebäude ist in einem eingezäunten Gartenbereich aufgestellt, in dem die Tiere ausreichend Platz zum Scharren und Auslauf haben. Dort können sie jederzeit von den Bewohnern beobachtet werden – für viele Senioren gehört der Gang zu den Hühnern bereits fest zum Tagesablauf.

Einziger Wermutstropfen: Die Hühnereier dürfen nicht im Seniorenzentrum verarbeitet werden. „Wegen der Salmonellengefahr“, erklärt Julia Berger. Ihre Kollegin Corinna Vormann hat eine schmackvolle Alternative entdeckt. Gemeinsam mit den Bewohnern hat sie Eierlikör zubereitet – dabei wurde das Eigelb auf über 70 Grad erhitzt, wodurch mögliche Keime abgetötet wurden.

Besagter Likör wurde nach der Wahl der Namen für die Hühner ausgeschenkt. „Der schmeckt besonders gut“, waren sich die Senioren dabei einig.

Auch interessant

Kommentare