Gästeführer gesucht

Ahe-Hammer: Schmied braucht Unterstützung

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Der Ahe-Hammer soll so schnell wie möglich wieder für Besuchervorführungen geöffnet werden.

HERSCHEID - „Wir werden in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Herscheid ein Sicherungskonzept erarbeiten, um am Industriedenkmal Ahe-Hammer Besucherführungen anbieten zu können“, teilt Ursula Mehrfeld, Geschäftsführerin der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, mit. 

Dies diene der Sicherheit der Besucher und sei erforderlich, um mit dem Schaubetrieb des historischen Hammerwerks beginnen zu können. Der Schmied des Ahe-Hammers, Alfred Hinsching, soll Unterstützung bekommen. Darum ist die Stiftung auf der Suche nach Gästeführern, die Besuchern in regelmäßigen Abständen das Denkmal zeigen und vermitteln wollen. Dabei hofft die Stiftung auch auf die Unterstützung des Fördervereins Osemunddenkmal Ahe-Hammer. 

Bevor es mit den Führungen losgehen kann, stehen neben dem Sicherheitskonzept noch kleinere Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten an dem frühindustriellen Denkmal an. Gefördert werden die Instandsetzungsarbeiten von der NRW-Stiftung. 

Einen Meilenstein im Rahmen der aufwendigen Sanierungsmaßnahmen stellte zuletzt die Rekonstruktion des hölzernen Auflagebocks des B-Lagers dar. Das 800 Kilogramm schwere Holz war im Laufe der Zeit durch Witterung morsch und bröselig geworden und musste ersetzt werden. In Eigenleistung organisierte das Handwerker-Team der Stiftung geeignetes Eichenholz und baute das Lager nach. Mit Erfolg – der Probelauf funktioniert: Der Hammer schlägt fast wie zu Betriebszeiten. Nun steht aus technischer Sicht einem Schaubetrieb nichts mehr im Weg. 

Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur nahm den Ahe-Hammer 2013 in ihre Obhut. Zu der Zeit befand er sich in einem schlechten Zustand. Nach Erstellung eines Maßnahmen-Katalogs wurde nach Prioritäten zügig abgearbeitet. Unter anderem wurde das Gewölbe unterhalb des Wasserrades neu aufgemauert. Auch die drei Wehre am Bachlauf Schwarze Ahe wurden zum Teil von Handwerkern der Stiftung rekonstruiert und instandgesetzt. Die große Teichanlage musste komplett neu abgedichtet werden, die Böschung wurde neu angelegt.

Die Aufgaben der Industriedenkmalstiftung bestehen darin, die ihr übertragenen Denkmale zu schützen, zu erhalten, wissenschaftlich zu erforschen und öffentlich zugänglich zu machen. Dabei setzt die Stiftung auch auf das Bürger-Engagement vor Ort. Interessierte Männer und Frauen, die sich vorstellen können, den Ahe-Hammer als Gästeführer der Öffentlichkeit näher zu bringen, können sich bei der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur informieren per Email info@industriedenkmal-stiftung.de oder unter der Rufnummer (02 31) 9 31 12 20.

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