Interessengemeinschaft macht Platz für neue Ideen

Frischer Wind für den Weihnachtsmarkt

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Erzeugnisse von Hobbyhandwerkern und Gemütlichkeit prägten den Herscheider Weihnachtsmarkt bislang. Wie die Veranstaltung in Zukunft aussehen soll, damit befasst sich der Marketingverein.

Herscheid – Die Entscheidung ist gefallen: Die bisherigen Veranstalter des Herscheider Weihnachtsmarktes ziehen sich zurück. Der Marketingverein übernimmt und erarbeitet ein neues Konzept für die Veranstaltung, die grundlegend erneuert werden soll.

Das ist das Ergebnis einer Zusammenkunft in kleiner Runde. Dabei tauschten sich Vertreter der Interessengemeinschaft mit einigen Mitgliedern und dem Vorstand des Marketingvereins aus und besprachen Möglichkeiten einer Zusammenarbeit. Ein Gespräch in angenehmer Atmosphäre, das aber ergebnisoffen endete. 

„Wir sind keinesfalls im Streit auseinandergegangen, sondern haben uns zunächst Bedenkzeit erbeten“, sagt Peter Franz, der gemeinsam mit dem letzten verbliebenen Gründungsmitglied Hans-Gerd Schnepper den Kopf der Interessengemeinschaft bildet. Dieses Duo hatte zuletzt Probleme, den Markt in gewohnter Weise weiter zu planen. „Aussteller mit Niveau zu finden, wird schwierig“, erklärt Peter Franz. 

Genau aus diesem Grund hatte sich der Marketingverein angeboten, die Organisatoren zu unterstützen. Weil dies mit strategischen Veränderungen einher gehen würde, haben sich Peter Franz und Hans-Gerd Schnepper schweren Herzens dazu entschieden, sich zurückzuziehen und so Platz zu machen für neue Ideen. „Manchmal muss man mit einem weinenden Auge von lieb gewonnenen Dingen loslassen“, begründet Peter Franz. 

Bislang sei der Charakter der Veranstaltung geprägt gewesen von hochwertigen Erzeugnissen der Hobbyhandwerker, aber auch von der Gemütlichkeit. „Viele ältere Menschen kamen dorthin, um in Ruhe Kaffee zu trinken“, betont Franz. Ob ein Konzept, das eher auf jüngere Personen zugeschnitten ist, in Herscheid Erfolg haben kann, vermag er nicht zu beurteilen. „Diese Chance wollen wir dem Marketingverein aber ermöglichen, das sind wir dem Weihnachtsmarkt schuldig“, sagt Peter Franz. 

Er betont, dass die IG dem Marketingverein zwar beratend zur Seite stehen werde, aber nicht mehr aktiv an der Planung beteiligt sein möchte. Er verglich diese Entscheidung mit einem Beispiel aus dem Fußball: Dort sei die Euphorie stets groß, wenn ein neuer Trainer eingestellt wird. Wenn es nach einiger Zeit darum geht, neue Impulse zu setzen, dann werde diese Person oft ausgetauscht. Daher sei es an der Zeit, dass sich diejenigen, die sich bisher um die Rahmenbedingungen gekümmert haben, in Zukunft aus der neuen Strategie heraushalten. 

Bezogen auf den Weihnachtsmarkt sei dies aber nicht mit einer Entlassung gleichzusetzen, betont Markus Gumpricht, Vorsitzender des Marketingvereins: „Wir wollen niemandem etwas wegnehmen, sondern dort helfen, wo Unterstützung benötigt wird.“ Nach dem Rückzug der Interessengemeinschaft könne sich der Marketingverein sehr wohl vorstellen, dem Weihnachtsmarkt frischen Wind zu verleihen. 

Zunächst gelte zwar die Konzentration des Marketingvereins der Ausrichtung des Frühjahrsmarktes Anfang Mai. Doch parallel dazu wird bereits überlegt, eine neue Projektgruppe Weihnachtsmarkt zu gründen, in der neben Mitgliedern des Vereins auch potenzielle Aussteller mitwirken könnten. Detailfragen zur genauen Gestaltung des Marktes, zur personellen Besetzung und zu weiteren Veränderungen sollen im Laufe der kommenden Wochen geklärt werden.

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