Friedliner Stiefelschützen lassen sich von Gewittern nicht die Laune „verhageln“

Mit dem Stiefel auf den Adler

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Mit einem harten und gezielten Wurf aus der Seite machte der einstige Handballer Norbert Jarnuczak dem Vogel den Garaus.

Herscheid - Norbert Jarnuczak ist der neue Stiefelkönig von Friedlin. Mit einem spektakulären Stiefelwurf aus der Seite knallte der ehemalige Handballer den Stiefel vor den Rumpf des Vogels, der ruckartig nach hinten fiel.

Gerade einmal fünf Werfer hatten zuvor die Chance gehabt, sich zum neuen Friedliner-Stiefelschützenkönig zu küren, danach machte Jarnuczak kurzen Prozess mit dem Aar. Zusammen mit Ehefrau Rita regiert der SPD-Ratsherr nun das Friedliner Schützenvolk. 

Schon beim Werfen auf die Insignien warf sich der spätere Sieger mit harten Würfen auf den Rumpf warm und nur Stahlschienen und zusätzliche Verschraubungen sorgten dafür, dass der Vogel nicht gleich mit allen Insignien fiel. 

So konnten sich unter den 25 Teilnehmern Thomas Bauckhage (rechter Flügel), Volker Halbhuber (linker Flügel), Dirk Voß (Zepter), Dennis Funke (Apfel) und Christian Voß (Krone) die Insignien sichern. Per „Anhänger-Kutsche“ ging es für das neue Königspaar vom Wurfplatz zur Partyscheune unweit entfernt, wo das Dorfvolk dem neuen Regentenpaar huldigte. 

Nur wenige Minuten später begann für die Gäste, die nicht im Dorf beheimatet sind, das Werfen um die Bürgervogelwürde. 30 Gastwerfer sputeten sich, denn aus Richtung Plettenberg nahte ein Gewitter. Simon Pieper (Zepter), Janis Juchem (Krone), Max Jockel (Apfel), Guido Kettling (rechter Flügel) und Marvin Cramer (linker Flügel) machten mit den Insignien kurzen Prozess. Doch dann verlief das Gäste-Stiefelwerfen zäh und die dunklen Wolken ergossen sich über dem Herscheider Vorort. 

Nach einer halbstündigen Pause, in der sich alle an Würstchen, Steaks und Friedlin-Burgern sowie Kuchen und / oder kühlen Getränken stärken und abkühlen konnten, ging es weiter. Und nach weiteren 40 Würfen war es der Lüdenscheider Oliver Protzel, der dem Vogel den kippenden Wurf versetzte und damit zweiter Friedliner-Bürgervogelkönig wurde. 

Bei einer großen Inthronisation in der ehrwürdigen Voßschen Partyscheune wurden die alten Majestäten Dirk Biber und Nicole Föhrs und Gästekönig Jannik Woeste verabschiedet und die neuen Regenten inthronisiert. Es folgte vor allem draußen vor der Scheune eine große Party mit vielen Besuchern und Nachbarn, denn mittlerweile strahlte die Sonne wieder vom Himmel. Als zu späterer Stunde die Temperaturen in der Scheune angenehmer wurden, füllte sich die von DJ Double U beschallte Tanzfläche bis in die tiefe Nacht. 

Ein gutes Auge mussten die Teilnehmer beim Schätzspiel beweisen. Noch mehr Spaß gab es beim abendlichen Einlagespiel, der Schokoküsse-Wurfmaschine, bei der man zunächst mit einem Ball ein Feld an einem Holzkasten treffen musste, der wiederum einen Schokokuss zurückwarf. Für einige Spieler war das Unterfangen zu fortgeschrittener Uhrzeit nicht mehr so ganz einfach, was die Zuschauer in große Heiterkeit versetzte. 

Ein weiteres Gewitter und Regenschauer sollten das Fest noch einmal beeinträchtigen; zu diesem Zeitpunkt war nur noch der berühmt berüchtigte „harte Kern“ anwesend.

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