Friedliner gewinnen Dorf-Cup in Herscheid

Herscheid - Sie hießen Rasenballett, Hacke wie Ferse oder Einhornmuddis: Kreativ bei der Namensgebung für ihr Team und mit Spaß auf dem Platz – so präsentierten sich am Samstag 13 Mannschaften, welche sich zum Hobbykicker-Turnier auf dem Müggenbrucher Sportplatz aufgemacht hatten.

Anlässlich der Saisoneröffnungsfeier des TuS Herscheid wurde dabei die zweite Auflage des Dorf-Cups mit noch mehr Teilnehmern als bei der Premiere im letzten Jahr ausgetragen. Um 15.00 Uhr fiel der Startschuss in der Feelgood-Arena und es folgte ein spannender Wettkampf, bei dem hoch motiviert um nahezu jeden Ball gekämpft wurde.

Aufgeteilt auf zwei Spielfelder gingen die Partien über die Bühne, wobei die Dauer eines jeden Spiels zwölf Minuten betrug. Fünf Feldspieler plus Torwart standen pro Team auf dem Feld. Aufgeteilt in drei Gruppen ging es zunächst um den Einzug der besten acht Teams ins Viertelfinale. In dieser Runde setzten sich dann die Firmen Gris und Gustav Alberts sowie Dulle Doppelkopf und Friedlin & Friends durch. Während Gris daraufhin mit 1:3-Toren gegen Alberts verlor, erreichten die Friedliner Spieler das Endspiel durch einen 4:2-Triumph im Elfmeterschießen. Dieses gab es auch im Finale zu verfolgen, welches letztlich die Mannschaft Friedlin & Friends knapp für sich entscheiden konnte.

Unter den Gewinnern befanden sich auch mehrere Spielerinnen, was die Veranstalter lobend erwähnten: „Eine bunt gemischte Truppe, die mit Frauenpower zum Turniersieg gestürmt ist. Wir zollen großen Respekt für diese Leistung“, hob TuS-Jugendleiter Dirk Fortkamp den diesjährigen Dorfpokal-Gewinner bei der Siegerehrung noch einmal hervor. Für ihr vorbildliches Verhalten auf und vor allem neben dem Platz wurde das Team Rasenballett geehrt, welches trotz seines frühen Ausscheidens im Turnier eine Bereicherung für die Veranstaltung gewesen sei. Der Dank ging aber auch an alle anderen Teilnehmer, die gemeinsam mit den vielen Zuschauern „für eine tolle Stimmung“ gesorgt hatten, betonte Mitorganisator Dirk Fortkamp.

Nachdem sich die besten Hobby-Fußballer Herscheids auf dem Siegertreppchen feiern lassen durften, gab es anschließend noch eine besondere Aktion: Zu Ehren der Anfang des Jahres verstorbenen Vereinslegende Karl-Ernst „Motz“ Bauckhage wurde das TuS-Vereinsheim offiziell in „In‘s Motz“ umbenannt. „Er fehlt uns an allen Ecken und Enden. Und um an diesen lieben Menschen zu erinnern, haben wir im Vorstand nicht lange überlegen müssen. Ab jetzt trägt unser Vereinsheim seinen Namen“, verkündete Karsten Schöttler, erster Vorsitzender des TuS Herscheid, die Entscheidung unter lautstarkem Beifall der Zuschauer.

Zur Einweihung hatte sogar der eigentlich nicht mehr auftretende Männergesangverein Eintracht Elsen sein Kommen zugesagt, schließlich sei Karl-Ernst Bauckhage dort über 30 Jahre Mitglied gewesen, berichtete Edgar Althoff von der engen Verbindung zu den TuS-Fußballern. Und so gaben die Elsener Sänger in gewohnt stimmgewaltiger Manier einige Lieder aus Motz‘ Repertoire zum Besten und sorgten für ein emotionales Rahmenprogramm.

Auch weibliche Spieler mischen mit

Mit der dritten Auflage des Herscheider Dorfcups können die Veranstalter des TuS Herscheid mit Stolz behaupten, ein Hobby-Fußballturnier in der Ebbegemeinde etabliert zu haben. Mit 13 Mannschaften nahmen so viele Gruppen und Vereine am Dorfcup teil wie noch nie. Was dabei beeindruckend ist, dass auch die Herscheider Damenwelt das aktive Kicken für sich entdeckt hat. In rund ein Drittel aller Teams waren Damen vertreten. Die „E-Muddis“, in den Vorjahren immer mit ein oder zwei Herren zur Unterstützung bestückt, bestanden sogar nur aus Damen. Neu dabei waren beispielsweise „Friedlin & Friends“ und der TV Grünenthal – die Friedliner sogar mit dem größtmöglichen Erfolg.

„Man sieht hier, dass der Spaßfaktor ganz groß im Vordergrund steht. Bei Spielen gegen Damen oder gemischte Mannschaften nehmen sich der Herren vorbildlich auch etwas zurück. Bei Spielen von reinen Herren-Teams müssen die Schiris auch schon mal den spielerischen Ehrgeiz einiger Kicker drosseln. Daher haben wir auch die Vorgabe an alle gegeben, dass das Grätschen bei diesem Turnier verboten ist und sofort geahndet wird“, erklärte Dirk Fortkamp, der aber bis zuletzt von ausnahmslos fairen Partien sprechen konnte. Für die Organisatoren dürfte der Cup eine feste Größe im Jahreskalender werden.

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