Freizeitreiter genießen bei Ausritt nach Mecklinghausen Aussichten, Stärkungen und Miteinander

Fortbewegen (fast) ohne Stau

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Harmonisches Bild: Pferde und Reiter freuten sich über optimales Wetter bei ihren gemeinsamen Ausritten.

HERSCHEID - Mehr als 500 Kilometer Stau auf NRW-Autobahnen, die A 43 bei Recklinghausen gesperrt – all diese Schlagzeilen lassen die Freizeitreiter völlig kalt. Denn auf Waldwegen gibt es keine Staus, sondern freundliche Begegnungen mit anderen Erholungssuchenden.

Bereits zum 34. Mal hatten die Herscheider einen Pfingstritt organisiert und nachdem die Wettervorhersage von Tag zu Tag besser wurde, stieg auch die Vorfreude der elf reitenden Teilnehmer, die sich in zwei Gruppen teilten und zunächst in Richtung Ebbegebirge ritten, wo für eine Gruppe ein Sektfrühstück in Ebbefeld bereitstand. 

Frisch gestärkt wurde das Ebbe erklommen und der Weg führte über den Höhenrücken bis nach Windhausen auf der Höhe. Dort hatten zwei Teilnehmer für alle Reiter einen Brunch vorbereitet, und sowohl Pferd als auch Reiter genossen die Pause in strahlendem Sonnenschein mit Blick auf die Biggetalsperre. Weiter ging es Richtung Attendorn, vorbei an der Justizvollzugsanstalt, neben dem Staudamm hoch und über den Biggeblick zum Campingplatz an der Waldenburger Bucht. 

Nach dieser Kraxelei (für die Pferde) gönnten sich die Reiter erst mal ein Eis und ritten dann weiter über Repe nach Mecklinghausen, wo sie nach gut 30 Kilometern bei Familie Eich und im Hotel Schnepper Quartier bezogen. Dort waren inzwischen auch die fünf fahrradfahrenden Teilnehmer eingetroffen und zusammen mit wenigen Autofahrern wurde der Grill entfacht und ein fröhlicher Abend verbracht. Nur die direkt nebenan stattfindende Hochzeitsfeier mit lauter Musik hat einige um die Nachtruhe gebracht, andere aber auch zum Tanzen animiert. 

Trotzdem saßen alle morgens fit am Frühstückstisch und planten eine Runde um Mecklinghausen, die über Jäckelchen, das Benolper Kreuz, die Hohe Bracht und Burg Bilstein führte. Die Aussicht von der Hohen Bracht war spektakulär und der Kuchen dort lecker. 

Vor allem hier zeigte sich auch, wie viel mehr Menschen in letzter Zeit zum Wanderrucksack greifen, auf das Fahrrad steigen oder auch sonst Urlaub im Sauerland machen. Die Reiter trafen Wanderer aus der Schweiz, Motorradfahrer aus Hildesheim und viele Mountainbikefahrer, auf der Hohen Bracht aber nur wenige ohne E-Bike. Viele beneideten die Reiter um ihren vierbeinigen Untersatz, aber ob sie dabei auch an die tägliche Stallarbeit dachten? 

Wieder in Mecklinghausen angekommen, konnte im sonnigen Biergarten das Abendessen genossen werden. Doch auch die zweite Nacht hatte ihre Tücken: Pünktlich um 6.00 Uhr begann das Early-Bird-Turnier des nahen Golfclubs mit lautem Kanonendonner. 

Nach dem Abbau der Paddocks, Zelte und Bierzelt-Garnituren begaben sich Reiter und Radfahrer auf den Heimweg. Dieses Mal vorbei an Burg Schnellenberg, wo sich ein frei laufender Esel zum Gruppenfoto gesellte, durch Attendorn mit kurzem Stopp an einer Eisdiele und wieder über das Ebbegebirge mit seinen Sendetürmen und der dortigen Gaststätte, die zum Verweilen einlud. Beim Abstieg in Richtung Becke ereilte die Freizeitreiter dann doch noch ein Stau: Umgestürzte Bäume versperrten den Weg. Nach anstrengenden „Aufräumarbeiten“ konnten schließlich auch die größeren Pferde diese Stelle passieren und dem restlichen Heimweg stand nichts mehr im Wege

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