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Freiluftkino in der Aula: Spontaner Umzug tritt auf Zuspruch

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Von: Dirk Grein

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Aufgrund des guten Besuchs wurden im Kino Bildungszentrum zusätzliche Sitzmöglichkeiten aufgestellt.
Aufgrund des guten Besuchs wurden im Kino Bildungszentrum zusätzliche Sitzmöglichkeiten aufgestellt. © Sonja Grein

Darauf scheint Verlass zu sein: Wenn die Gemeinde zum Dorfkino in die Ortsmitte einlädt, dann ist schlechtes Wetter vorprogrammiert. Bereits die Premiere im Frühjahr 2019 wurde wegen Schneefalls um einige Wochen verschoben. Und bei der Neuauflage am Mittwochabend wurde wegen der Witterung aus dem Freiluft- ein Indoorkino.

Herscheid - „Das hätte keinen Sinn gemacht“, sagt Herscheids Kulturbeauftragter Frank Holthaus. Bei Regen und unangenehmen Temperaturen hätte sich wohl kaum ein Zuschauer zum Alten Schulplatz – dort sollte die Veranstaltung ursprünglich stattfinden – verirrt. Der Umzug in die Aula des Bildungszentrums Rahlenberg sei eine gute Entscheidung gewesen, das habe auch der Besucherzuspruch gezeigt. So mussten spontan noch einige zusätzliche Stühle aufgestellt werden. Mehr als 50 Personen sahen den Film „25 km/h“; die heimische Gruppe Spiekus Rocker bot Snacks und Getränke an.

„Ich bin froh, dass die Veranstaltung nicht draußen stattgefunden hat, denn ich bin eine Frostbeule“, freute sich Besucherin Kathrin Barton über den Umzug in die Aula. Der Film habe ihr gut gefallen, wenngleich die Akustik in einem Saal natürlich anders als draußen sei.

Für Claudia Braun war es der erste Besuch in der neuen Schulaula. „Das ist wirklich toll geworden“, zeigte sie sich von dem Bildungszentrum und dessen vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten angetan. Zwar hätte die Filmmusik für ihren Geschmack etwas leiser sein dürfen, dennoch würde sie sich freuen, wenn künftig häufiger Kinoabende im Bildungszentrum angeboten würden.

Claudia Braun besuchte in Begleitung von Reinhard Müller zum ersten Mal die Schulaula am Rahlenberg.
Claudia Braun besuchte in Begleitung von Reinhard Müller zum ersten Mal die Schulaula am Rahlenberg. © Sonja Grein

Die spontane Verlegung stellte Basir Najimi übrigens vor keine großen Probleme. Sein Unternehmen mit Namen Filmriss organisiert Kinovorführungen im Freien, aber auch an ungewöhnlichen Orten wie in Schwimmbäder oder Kirchen. Der Aufbau der Technik sei – ganz gleich ob draußen oder drinnen – mit ähnlichem Aufwand verbunden.

Für Herscheid hofft Frank Holthaus indes für eine Art Mischung dieser beiden Varianten: Er könne sich gut vorstellen, dass nach dem Umbau der Gemeinschaftshalle dort ein idealer Kinoplatz entsteht. Denn die Halle erhalte einen überdachten Vorbau, unter dem die Leinwand aufgebaut werden könnte. Dann seien die Vorführungen weniger abhängig von den Lichtverhältnissen. „Vielleicht könnten wir dann auch Open-Air-Kino für Kinder am Nachmittag anbieten“, wünscht sich Holthaus weitere Kinoangebote für mehrere Altersgruppen.

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