Zeitlicher Fahrplan für die Freibad-Sanierung

Erst wird der Parkplatz erneuert und danach das Schwimmerbecken

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Die Änderungen im Schwimmerbecken (links) beinhalten unter anderem das Einrücken der Außenwand im Springerbecken.

Herscheid – Eineinhalb Jahre muss das alte Schwimmerbecken noch durchhalten, dann wird es erneuert. Über die komplizierten Planungen im Vorfeld berichtete Baumeister Marco Lassnig (Ingenieurbüro IBL) in der Sitzung des Sportausschusses.

Die Vorgaben der Gemeinde ließen nur wenig Spielraum: Das bisherige Erscheinungsbild mit sieben 25-Meter-Bahnen und dem angeschlossenen Springerbecken (samt Ein- und Drei-Meter-Brett) sollen erhalten bleiben. Gleichzeitig muss das Wasservolumen verringert werden, damit der bisherige Schwallwasserbehälter an seinem angestammten Standort (unter der Terrasse in Eingangsnähe) weiter genutzt werden kann. 

„Wir wollen die Wasserflächen dort reduzieren, wo wir sie nicht brauchen“, erklärte Marco Lassnig seine Lösung. Durch das Einrücken der Außenwand im Springerbecken, die Verringerung des Achsabstandes der ersten Schwimmerbahn zur dortigen Außenwand und das Anheben des Beckenbodens (also eine geringere Wassertiefe) soll das Beckenvolumen von jetzt 1 500 auf zukünftig 1 100 Kubikmeter Wasser verkleinert werden. 

Nicht nur in puncto Wasserverbrauch und Energieverbrauch ergeben sich durch diese Verkleinerung Einsparungen; Zusatzkosten für eine Verlegung des Schwallwasserbehälters werden vermieden. Auf kritische Nachfrage von Julian Heesemann (CDU) erklärte Bürgermeister Uwe Schmalenbach, dass dieser Behälter, in dem das übergelaufene Wasser aus dem Schwimmbecken vor der Aufbereitung gespeichert wird, regelmäßig von den Schwimm-Meistern kontrolliert werde. Er sei vollkommen funktionstüchtig. 

Die Gesamtkosten für die Freibadsanierung betragen nach jetzigem Stand 2,5 Millionen Euro. Dank einer Bundesförderung erhält die Gemeinde 2,25 Millionen Euro. „Besser hätte es für uns nicht laufen können“, betonte der Bürgermeister, wie wichtig diese Bezuschussung für die Gemeinde ist. 

Bevor die beschriebenen Änderungen des Schwimmerbereichs nach der Saison 2020 vorgenommen werden, soll in einem ersten Schritt im Herbst diesen Jahres das Betriebsgebäude des Freibades optimiert werden. Außerdem soll der Parkplatz strukturiert werden. Dieser befinde sich jedoch nur zur Hälfte in Gemeindehand. Die restliche Fläche gehöre einer Erbengemeinschaft. 

Der Bürgermeister betonte, dass mit den Mitgliedern dieser Gemeinschaft das Gespräch gesucht werden soll. Ziel soll es sein, die gesamte Parkplatzfläche einheitlich gestalten zu können.

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