Neu installierte Heizung sorgt für angenehme Wassertemperaturen im Becken

Freibad eröffnet am Montag

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Die Freibad-Saison beginnt wieder. 

Das Warten hat ein Ende: Am Montag, 13. Mai, beginnt in Herscheid die neue Freibadsaison. Von der größten Veränderung werden die Besucher allerdings wenig merken. Denn die neu installierte Heizung soll für unverändert angenehme Wassertemperaturen im Becken sorgen.

Rund 90 000 Euro hat die Verwaltung investieren müssen, nachdem der Kessel der zwölf Jahre alten Gasheizung undicht geworden war und diese somit ausgetauscht werden musste. Eine Investition, die sich jedoch bald rentieren soll. Denn zum einen soll die neue Anlage eine längere Lebensdauer haben als ihre Vorgängerin. Und zum anderen sind mindestens zehn bis 15 Prozent Einsparungen beim Gasverbrauch möglich, schätzt Ulrich Heß. Der Herscheider Ingenieur hat den Umbau begleitet und ist von den Vorteilen der neuen Anlage überzeugt.

Die neue Brennwertheizung verfügt über zwei Pufferspeicher mit jeweils 1 500 Liter Fassungsvermögen. Bei Bedarf wird über einen Wärmetauscher die darin gespeicherte Wärme auf das Beckenwasser übertragen. „Das Beckenwasser kommt also nicht mehr direkt in Kontakt mit der Heizung“, nennt Heß eine wesentliche Veränderung im Vergleich.

Diplom-Ingenieur Ulrich Heß (Vierter von links) zeigte den Mitgliedern des Herscheider Sportausschuss die neue Heizungsanlage im Freibadkeller.

Die Steuerung obliegt zukünftig den beiden Schwimm-Meistern. Sie können entscheiden, ob das Beckenwasser ausschließlich über die Solaranlage (die übrigens erweitert und hydraulisch aufgewertet wurde), nur mit Hilfe der Gasheizung oder im Mischbetrieb erwärmt werden soll. Bei sommerlicher Witterung schaltet sich die Anlage automatisch ab, weil ab 27 Grad Wassertemperatur die Gefahr besteht, dass das Wasser in den Becken umkippt.

Weiterhin keine Differenzierung ist hinsichtlich der Temperierung der einzelnen Becken möglich. Weil dies einen zu hohen technischen Aufwand in Verbindung mit immensen Kosten bedeuten würde, bleiben Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich sowie das Planschbecken stets gleich warm.

Pro Freibad-Besucher 2,88 Euro Zuschussbedarf im Rekordjahr

Das Rekordjahr 2018 mit 64 950 Besuchern ändert nichts an der Tatsache, dass das Freibad ein Zuschussbetrieb bleibt. Der Zuschussbedarf lag im Vorjahr bei 187 000 Euro, also umgerechnet 2,88 Euro pro Besucher. Trotz des guten Wetters sind in der letzten Saison der Gasverbrauch und der Wasserverbrauch (bedingt durch Wasserverluste im alten Schwimmerbecken) gestiegen. Veränderungen an den Eintrittspreisen wird es vorerst dennoch nicht geben. Einzelkarten kosten für Erwachsene unverändert drei Euro und für Kinder und Jugendliche zwei Euro. Familienkarten sind für zehn Euro erhältlich. Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr (in Begleitung eines Erwachsenen) können gratis schwimmen.

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