Freibadsaison nimmt Fahrt auf

Besonnene Besucher und keine überhitzten Gemüter

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Nach etwa der Hälfte der Saison haben bislang über 27 000 Personen das Herscheider Freibad besucht. Größere Zwischenfälle gab es bislang nicht. Lediglich im Bereich der Wellenrutsche musste die Badeaufsicht bereits eingreifen.

Herscheid – Gut besucht, aber nicht überfüllt, so präsentiert sich aktuell das Freibad. Sommerferien und die hohen Temperaturen sorgen zwar für reichlich Betrieb, dennoch bleibt die Stimmung im Familienbad fröhlich und nicht etwa überhitzt.

„Wir sind ein kleines Bad. Große Streitereien unter den Leuten gibt es hier zum Glück nicht“, beschreibt Reiner Wittkamp sein Arbeitsumfeld. Der Schwimmmeister ist froh, dass vor Ort keine Sicherheitskräfte eingesetzt werden müssen, wie es in vielen Großstädten inzwischen unabdinglich geworden ist. 

Die Herscheider Überschaubarkeit sei ein großer Vorteil: Die Namen etlicher Besucher kennt Wittkamp; der persönliche Kontakt genießt bei ihm hohe Priorität. „In den Ferien sieht man immer wieder neue Gesichter“, sagt der Herscheider. 

Eines der noch recht neuen Gesichter gehört dem Kollegen Gunnar Preibusch. Herscheids erster Meister für Bäderbetriebe arbeitet seit fast einem Monat im Freibad und hat sich gut eingelebt. Den Wechsel aus seiner alten Heimat Syke (bei Bremen) nach Herscheid bereue er nicht, beteuert er: „Ich fühle mich hier sehr wohl.“ 

Gemeinsam mit Wolfgang Hess bilden Preibusch und Wittkamp ein Dreier-Team, das bei der Beaufsichtigung der Badegäste regelmäßig Unterstützung von den Mitgliedern der DLRG erhält. Diese personelle Verstärkung sorgt bei Hochbetrieb für willkommene Entlastung: Allein am Mittwoch kamen bis zum frühen Abend über 1 800 Personen ins Bad. 

Damit kletterten die Besucherzahlen in dieser Saison auf einen Zwischenstand von rund 27 000. Der aktuelle Tageshöchstwert wurde am 26. Juni mit 2 507 Gästen erreicht. 

Vom Rekordwert aus dem letzten Jahr (64 950) liegt das Bad nach etwa der Hälfte der Saison zwar noch weit entfernt. Doch Zahlen sind für Schwimmmeister Reiner Wittkamp ohnehin eher nebensächlich: Viel wichtiger ist aus seiner Sicht ein reibungsloser Badebetrieb. 

Bislang seien keine gravierenden Zwischenfälle aufgetreten. Lediglich im Bereich der Wellenrutsche mussten bereits vier Kinder aus dem Wasser geholt werden. In allen Fällen hätten die Kinder ihre Fähigkeiten überschätzt. Gesundheitliche Folgen haben sie – dank des Einsatzes der Helfer vom Beckenrand – nicht davongetragen. 

Vor diesem Hintergrund gilt Wittkamps Appell insbesondere den Eltern von Schwimmanfängern und jungen Badebesuchern: Von den Erwachsenen fordert er im Freibad ein verantwortungs- sowie respektvolles Verhalten ein. Dann stehe einer sorgenfreien und (für die Schwimmer) erholungsreichen Saisonfortsetzung nichts im Wege.

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