Fortsetzung der Dreispurigkeit erfordert zunächst die Sanierung von zwei Brücken

Silberg wird zur Baustelle

+
Im Bereich Hardt ist die Landstraße 561 aktuell tagsüber halbseitig gesperrt. Mitarbeiter des Forstbetriebs André Tröster aus Lennestadt haben damit begonnen, Bäume und Sträucher zu entfernen, um Platz für den dreispurigen Ausbau zu schaffen.

HERSCHEID - Manch ein Autofahrer reagierte gestern Morgen an der Hardt ungehalten: Nicht etwa wegen der halbseitigen Sperrung der Silbergtrasse, sondern wegen der Komplettsperrung der Landstraße 879.

Wegen Häckselarbeiten war die Verbindung von Herscheid nach Werdohl vormittags nicht nutzbar: Zwischen Verse und Schönebecke wurden zuvor gefällte Bäume aus dem Gelände gehoben und zerkleinert. 

Zwar hatte der Auftraggeber, der Landesbetrieb Straßen.NRW, vorab über die Heimatzeitung auf die Sperrung hingewiesen. Dennoch stand manch ein Pkw-Fahrer mit knurrigem Gesicht vor der Absperrung, wurde vor Ort berichtet. 

Während die Vollsperrung bei Verse gestern Mittag wieder aufgehoben wurde, dürften die Arbeiten entlang der Landstraße 561 noch ein paar Tage länger dauern. Dort werden, unter halbseitiger Sperrung der Fahrbahn, Bäume gefällt und Sträucher entfernt, die sich im späteren Baufeld für den weiteren Ausbau der Trasse bereichen. 

Um die Dreispurigkeit in diesem Abschnitt zu komplettieren, müssen im nächsten Arbeitsschritt im Bereich Hardt zwei Brückenbauwerke der Landstraße 561 erneuert werden. Der Straßenverkehr soll um diesen Baustellenbereich herumgeleitet werden. 

Dafür wird eine Übergangsstraße angelegt, die vom Silberg kommend nach links auf die Landstraße 879 führt und von dort wieder zurück auf die L 561. Diese Stichstraße wird eine Steigung von zehn Prozent haben, sagt Karl Josef Fischer, Sprecher des Landesbetriebs. 

Sind die Brückenbauwerke erneuert, dann wird die dritte Fahrspur, die aktuell kurz vor der Hardt endet, bis zum Kreuzungsbereich L 561 / L 879 fortgesetzt. Die europaweite Ausschreibung dieser Maßnahme soll gegen Ende des zweiten Quartals 2018 erfolgen. Der Baubeginn ist nach Auskunft von Karl Josef Fischer noch für dieses Jahr vorgesehen; die Baudauer beträgt eineinhalb Jahre. 

Die Weiterführung der Dreispurigkeit in Richtung Herscheider Ortseingang ist zwar im Bedarfsplan des Landesbetriebs vorgesehen. „Es liegt aber noch kein Baurecht vor“, betont Fischer. Dieser letzte Abschnitt des Silberg-Ausbaus ist also vorerst noch leise Zukunftsmusik; zunächst geben ohnehin Motorsägen den Ton am Silberg an.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare