2018 schnelleres Internet für die ersten Bürger

Fortschritte beim Thema Breitband in Herscheid

+

Herscheid - „Es ist eine der besten Nachrichten der letzten Wochen“, sagte Bürgermeister Uwe Schmalenbach Freitag beim Treffen mit dem Unternehmen Innogy, einer Tochtergesellschaft des Energieversorgers RWE. Mit der guten Nachricht meint der Bürgermeister den Breitbandausbau in Herscheid, um den sich das Unternehmen kümmern will.

Innogy versorgt in Herscheid bereits viele Bürger mit Gas oder Strom und ist nun auch in das Telekommunikationsgeschäft eingestiegen. Im Frühsommer sollen die ersten Kunden mit der besseren Internetanbindung über Glasfaserkabel versorgt werden.

„Die Gemeinde ist besonders schlecht aufgestellt“, sagt Uwe Schmalenbach. Dabei gehöre schnelles Internet zur Grundversorgung. Nach dem Förderprojekt 2012 in Hüinghausen habe es einen Stillstand beim Breitbandausbau in Herscheid gegeben. Das kreisweite Förderverfahren, für das sich auch Herscheid bewirbt, würde bis zur Umsetzung zudem zu lange dauern. Bis die Bagger anrollen würden, sei bereits 2019. Daher sei es umso besser, dass sich jetzt auch etwas im Ortskern tue.

Im ersten Schritt werden sechs Kilometer Leerrohre in der Gemeinde verlegt. Angefangen wird in Grünewald und die Leerrohre enden in Kiesbert. „Es handelt sich dabei um ein Grundgerüst, das jederzeit erweitert werden kann“, erklärt Reinhard Igel, Projektleiter von Innogy. Die letzten hundert Meter zum Hausanschluss würden jedoch Telekom-Rohre bleiben, die weiterhin aus Kupfer bestünden.

Zudem verteilt Innogy im gesamten Gemeindegebiet zwölf oder 13 Multifunktionsgehäuse, durch die der Weg der Daten verkürzt werden soll. Die Glasfaserkabel werden bis in das Multifunktionsgerät verlegt und auf das Kupfernetz übertragen, um den Endkunden zu erreichen – und zwar in größerer Bandbreite.

Beauftragt ist mit dem Ausbau federführend die Firma Lehn aus Finnentrop. Diese arbeitet mit Tiefbau Dunkel und der Firma Dohrmann aus Halver zusammen. Man will versuchen weitestgehend unterirdisch zu arbeiten, sofern dies möglich ist. Der zweite Schritt ist dann, die Glasfaser in die Leerrohre einzuziehen. Die Leitung überträgt mit einer Geschwindigkeit von 60 bis 70 mbit bis maximal 120 mbit. „Später kann dann auch direkt in die Häuser Glasfaser gelegt werden, wenn die Kunden das wünschen“, sagt Reinhard Igel. Wer übrigens wissen möchte, ob er von der Maßnahme, die im Frühsommer 2018 voraussichtlich beendet sein soll, profitiert, kann, kann dies auf der Seite innogy-highspeed.com einsehen, indem er seine Adresse dort angibt. Der Bürgermeister nannte in diesem Zusammenhang die Ortsteile Danklin, Spielberg, Müggenbruch, An der Spitze und Kiesbert.

Trotz der Fortschritte dank Innogy beteiligt sich Herscheid weiterhin an dem kreisweiten Förderverfahren zur Breitbandversorgung. In Gebieten wie Stottmert, Rärin, Neue Mühle oder Friedlin bestünden die Probleme schließlich weiterhin. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.