Neues Wohnzimmer fast fertig

Flieger planen Einzug in das neue Vereinsheim für nächsten Monat

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Die Arbeiten im und rund um das neue Fliegerheim biegen ab auf die Zielgerade. Vor dem Neubau, das durch seine große Glasfront einen Panoramablick auf die Start- und Landebahn ermöglicht, wird derzeit eine Terrasse angelegt.

Herscheid – Gut Ding will bekanntlich Weile haben. Daher ärgern sich die heimischen Flieger auch nicht über die mehrmonatige Verzögerung auf ihrer Baustelle am Habbel. Stattdessen freuen sie sich darauf, das schmucke Vereinsheim in Kürze einweihen zu können.

„Im September wollen wir die Arbeiten abschließen“, erklärt Architekt Karl-Heinz Müller bei einem Rundgang. Er selbst ist engagiertes Mitglied des Vereins und weiß zu gut, dass die Flieger der Fertigstellung ihres Wohnzimmers entgegenfiebern. 

Küche, Sanitärräume sowie der große Aufenthaltsraum, der mittels weniger Handgriffe von einem separaten Schulungsbereich abgetrennt werden kann – all das ist bereits fertig. Auch die Möblierung ist nahezu komplett. „Jetzt fehlt nur noch die Theke“, erzählt der Architekt. 

Besonders stolz sind die Flieger auf das hohe Maß an Eigenleistung: Verkleidung, Isolierung, Heizung, Fliesenlegen – wo immer sie konnten, haben die Mitglieder selbst Hand angelegt. Das sorgte nicht nur für eine Stärkung des Gemeinschaftsgefühls, sondern auch für eine Entlastung der Vereinskasse. 

Der gesteckte Kostenrahmen konnte eingehalten werden, versichert Müller. Die Investitionssumme liege im niedrigen bis mittleren sechsstelligen Eurobereich. Damit ist der Neubau das größte Bauprojekt in der Vereinsgeschichte – und dieses vereint Vergangenes und Zukunft. 

Der große Aufenthaltsraum kann mittels Trennwand von einem Bereich für Schulungszwecke separiert werden, wie die langjährigen Flieger Michael Hammer und Karl-Heinz Müller, der als Architekt die Pläne für den Neubau erstellt hat, demonstrieren.

Denn auf den großzügigen Panoramablick aus dem Heim wird nicht verzichtet. „Den gab es schon früher, damit die Familienangehörigen das Geschehen auf den Habbelwiesen verfolgen konnten“, erzählt Flieger-Urgestein Michael Hammer. Ein weiteres Relikt der Geschichte sei das kleine Becken vor dem Heim, in dem Jungflieger nach dem ersten Alleinflug getauft werden. 

Apropos Außengelände: Auch dort ist der Baufortschritt deutlich erkennbar. Die Terrasse ist bereits weitestgehend gepflastert. Sie wird per Treppe und auch barrierefrei über eine kleine Rampe von den Flugzeughallen aus erreichbar sein. „Diese Fläche wird sicherlich ein Gewinn für unseren Verein darstellen, denn wir fliegen ja auch immer dann, wenn das Wetter gut ist“, freut sich Pressesprecher Markus Krummenerl über diese sinnvolle Ergänzung. 

Knapp eineinhalb Jahre nach dem Abriss des alten Casinos stehen nur noch einige Restarbeiten aus, bis der neue Vereinsmittelpunkt der Fliegergruppe als solcher genutzt werden kann. Die Einweihung soll standesgemäß mit allen Helfern, Freunden und Gönnern gefeiert werden. Ein genaues Datum für dieses Fest steht allerdings noch nicht fest.

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