Kurze Wege sind das Ziel / Mitarbeiterstamm wächst

Firma Gris investiert 4,5 Millionen Euro in Erweiterung

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Die Erdarbeiten sind bereits so gut wie abgeschlossen: Der technische Leiter Knut Schönewald (links) und Geschäftsführer Claus Weber (rechts) zeigten gestern Bürgermeister Uwe Schmalenbach (Mitte) die Ausbaupläne der Firma Gris.

HERSCHEID - Die Zeiten des Zickzack-Laufes in der Firma Gris haben bald ein Ende: Der geplante Hallenanbau soll vor allem die Wege in der Produktionskette verkürzen.

Die Veränderungen sind bereits deutlich sichtbar: Rund 11 000 Kubikmeter Erdreich sind abgefahren worden. Auf einer Fläche von etwa 1 800 Quadratmetern Größe soll nicht nur die neue Produktionshalle entstehen, sondern auch eine neue Straße für den Lieferverkehr. 

Kurze Wege – so lautet das Schlagwort dieser Erweiterung. Die Produktionskette, also der Weg, den das Material von der Anlieferung über die verschiedenen Arbeitsschritte bis zum Vertrieb zurücklegt, wird optimiert. Durch die Vergrößerung können zudem Platzprobleme wie beispielsweise im Werkzeugbau behoben werden. 

Da das Unternehmen in jüngster Zeit größere Aufträge erhalten hat, sei dieser Schritt auch wirtschaftlich begründet. Auf 4,5 Millionen Euro beziffert der technische Leiter Knut Schönewald die Investitionssumme für diesen An- und Umbau. 

Neben dem Maschinenpark soll auch der Personalstamm erweitert werden: Eine Vergrößerung von aktuell 50 auf demnächst 70 Mitarbeiter ist geplant. Die ersten Neueinstellungen arbeiten sich bereits ein, weitere Stellen sollen noch besetzt werden. 

Geschäftsführer Claus Weber war überrascht von der großzügigen Investition des französischen Mutterkonzerns; er war zunächst von einer Erweiterung im kleineren Rahmen ausgegangen. Die jetzige große Lösung ermöglicht ihm und seinen Mitarbeitern, die Produktionsprozesse zu optimieren. 

Die neue Halle, die im Sommer 2018 in Betrieb genommen werden soll, wertet Weber als „Zukunftssicherung für den Standort Herscheid“. Seinen Dank sprach der Geschäftsführer gestern Bürgermeister Uwe Schmalenbach aus. Durch den Kauf von Gemeindeflächen (und zusätzlichen privaten Flächen) sei der Anbau erst ermöglicht worden. 

Schmalenbach freute sich indes über die positive Entwicklung des Unternehmens, die sich nicht nur im Gewerbesteueraufkommen bemerkbar machen wird, sondern vor allem Arbeitsplätze vor Ort sicherstelle.

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