Kompass steht auf Zukunft

Pünktlich zum 60. Geburtstag: Firma Gris weiht Hallenanbau ein

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Der schmucke Neuanbau wurde den Besuchern bei Firmenrundgängen präsentiert.

Herscheid – Seit 60 Jahren gibt es die Firma Gris Umformtechnik – ehemals L. Schulte – in Herscheid. Das wurde groß gefeiert. Fest steht: Auch die nächsten 60 Jahre soll es ordentlich weitergehen, was mit der offiziellen Eröffnung einer neuen Produktionshalle unterstrichen wurde.

Für die Unterhaltung der gut 300 Gäste war bestens gesorgt. Firmenrundgänge auch durch die neue Halle lockten viele Interessierte. Mit Torwand, Seifenblasen und Co. war für die Bespaßung der Kinder gesorgt, die sich mit Cola-Kisten auch mehrere Meter in die Höhe bauen konnten. Serviert wurden dazu schmackhafte Burger, Currywurst und andere Leckereien. 

In seiner Begrüßung dankte Geschäftsführer Claus Weber Kollegen, Kunden und Lieferanten für die vergangenen Jahre. Nicht immer sei alles glatt gelaufen bei der Firma, sagte er. Zusammen habe man „einige Krisen gemeinschaftlich gelöst“. Er erinnerte an die Anfänge des Unternehmens 1959 ohne Smartphones und moderner 3D-Technik an Computern. „Arbeitsschutz und Datenschutzgrundverordnung waren Fremdwörter.“ 

Happy Birthday, Firma Gris: Halleneinweihung zum 60.

Das Wichtigste sei, auch die nächsten 60 Jahre mit Hingabe zu arbeiten, denn: „Stillstand bedeutet Rückschritt.“ Das gelte besonders in der Automobilindustrie, für die Gris hauptsächlich produziert. Um der Zukunft auch weiterhin gewachsen zu sein, hat die gut 75 Mitarbeiter starke Firma am Rande der Jubiläumsfeier die neue Halle mit 1 700 Quadratmetern Produktionsfläche eingeweiht. 

Ständiges Investieren gehört zum Firmenmotto, wie Gris-Generaldirektorin Céline Gris erklärte. Sie war mit mehreren Mitarbeitern aus Frankreich angereist. Die Gris-Gruppe hatte das Herscheider Unternehmen 2012 gekauft, um besser auf dem deutschen Markt wachsen zu können. Die Gruppe hat sich auf das Stanzen, das Tiefziehen und Hochleistungs-Kaltumformen / Prägen spezialisiert. 

80 Prozent des Umsatzes macht die Automobilindustrie aus. Größter Kunde ist Renault. Seit der Übernahme habe man einige Veränderungen in Herscheid gespürt. „Die Struktur hat sich verändert“, erklärte Céline Gris in ihrer französischen Ansprache, deren Übersetzung von Weber vorgelesen wurde. 

Bei 60 Jahren handele sich um keine Selbstverständlichkeit, sagte Bundestagsabgeordneter Dr. Matthias Heider später. Der CDU-Politiker lobte die positive Entwicklung der Firma. In einem schwierigen Umfeld seien Zukunftssicherung betrieben und damit neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Mit Blick auf die großen Veränderungen in der Automobilindustrie müsse Deutschland zusehen, dass nicht andere Länder das Tempo vorgeben, „sondern wir.“ In Herscheid stehe der Kompass auf Zukunft, so Heider. 

Diesen Worten schloss sich auch Herscheids Bürgermeister Uwe Schmalenbach an. Er hob die Wichtigkeit von mittelständischen Unternehmen hervor, von denen auch die Gemeinde profitierte. Am frühen Abend übernahm die Plettenberger Band Flashlight mit Live-Musik die Bühne. Organisiert wurde die Veranstaltung zu großen Teilen von den Mitarbeiterinnen Anna Sciacca-Jungnitsch und Olga Hildebrand.

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