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Feuerwehr im Einsatz: Kind stürzt im Wald, Ast steckt im Rücken

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Von: Maximilian Birke

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Im Wald war die Feuerwehr im Einsatz. (Symbolfoto)
Im Wald war die Feuerwehr im Einsatz. (Symbolfoto) © Philipp Schulze

Zu einem ungewöhnlichen Einsatz ist am Donnerstagvormittag die Feuerwehr Herscheid ausgerückt. Ein Kind war im Wald gestürzt und hatte sich schwer verletzt. Der Rettungsdienst brauchte Unterstützung.

Herscheid – Um 10.45 Uhr wurden die Kameraden der Löschgruppe Herscheid am Donnerstag in den Einsatz gerufen. Bei einem Ausflug mit der Grundschulklasse war ein Kind im Böllenberg im oberen Bereich an der Piene gestürzt und hatte sich bei dem Fall unglücklich verletzt. Wie der stellvertretende Feuerwehrleiter Sven Dunkel auf Nachfrage berichtete, steckte ein etwa fingerdicker Ast im Rücken des Kindes.

Eine rettungsdienstliche Versorgung war nach dem Unglück unumgänglich. Die stellte sich jedoch durchaus schwierig dar, denn die Gruppe musste im Wald zunächst gefunden werden. Zudem war es nicht möglich, den Waldweg mit dem Rettungswagen zu passieren.

Aus diesem Grund rückte auch die Feuerwehr Herscheid an, die für derartige Einsätze ein speziell ausgestattetes und besonders geländegängiges Fahrzeug in ihrem Fuhrpark hat. Es handelt sich um ein Kleineinsatzfahrzeug (kurz KEF), das die Kameraden 2020 individuell für bestimmte Einsätze, gerade im Wald, angepasst haben.

Auf der Ladefläche des Pickups findet unter anderem eine Schleifkorbtrage Platz, die auch am Donnerstagmorgen zum Einsatz kam. Das Kind wurde darauf zunächst zum KEF getragen und dann aus dem Wald zum Rettungswagen transportiert. Mit vor Ort war ein Notarzt, der die Erstversorgung übernahm. „Es war wichtig, das Kind schonend aus dem Wald zu bringen. Man weiß nie, ob Gefäße, Nerven oder das Rückenmark verletzt sind“, erklärte Dunkel.

Zur weiteren Untersuchung wurde der Erstklässler mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert. Kurz danach konnte auch die Feuerwehr ihren Einsatz beenden. Vor Ort waren neben Rettungsdienst und Notarzt aus Plettenberg rund 15 Kameraden der Löschgruppe Herscheid.

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