Felix Schrader beweist: Der Stöbertag in der dritten Klasse ist keinesfalls zu früh

Vom Stöberreporter zum Tages-Redakteur

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Der Herscheider Felix Schrader lernte während seines Tagespraktikums den Redaktionsalltag und die Arbeitsweise der Zeitungsredakteure kennen.

HERSCHEID - Damals ging es um den Pferdehof, heute um die Zaubershow. Damals, also im Juni 2013, war es der Stöbertag der Herscheider Drittklässler, der mich zum ersten Mal mit dem Zeitungsmachen in Berührung gebracht hat.

Heute, fünf Jahre später, nutze ich ein Eintagespraktikum des Lüdenscheider Zeppelin-Gymnasiums, um einen genaueren Blick in den Redaktionsalltag zu werfen. Genau das war während meiner zweistündigen Schicht am Stöbertag nicht möglich gewesen.

Damals habe ich mit zwei Stöberkindern drei Stationen anderer Kinder besucht. Wir haben uns abgewechselt mit dem Fotografieren, Interviewen und dem Schreiben von Texten. Ich habe damals über unseren Besuch auf dem Pferdehof Petter in Danklin berichtet, das weiß ich noch genau. 

Mein zweiter Arbeitstag beim Süderländer Tageblatt –inzwischen als Gymnasiast – sah hingegen anders aus: Zunächst habe ich Fotos auf der Baustelle am Rahlenberg gemacht. Danach ging es in die Redaktion zur Tageskonferenz, wo die Aufgaben und Seiteninhalte besprochen werden. 

Bei einem weiteren Termin habe ich die Umbaumaßnahmen im Plettenberger Weidenhofkino begleitet. Und ich habe auch einen eigenen Artikel geschrieben – eine Ankündigung für eine Zaubershow. 

Warum habe mich damals und auch heute wieder für einen einen Schnuppertag bei der Zeitung entschieden? Großen Anteil daran hat meine Vorliebe für das Schreiben: In meiner Freizeit und vor allem in der Schule schreibe ich gerne Texte, ganz gleich ob Kurzgeschichten, Argumentationen oder Charakterisierungen. Dabei gibt es übrigens gravierende Unterschiede zum Aufbau eines Zeitungsartikels, schon allein was den Spannungsbogen betrifft. 

Auch fand ich es immer sehr reizvoll, über Sachen zu berichten und für Leute zu schreiben, sei es im Sportbereich oder auch auf lokaler Ebene. Übrigens kann ich die Stöbertag-Idee nur loben: Zwar ist es in der dritten Klasse noch sehr früh, um über einen Beruf nachzudenken. Aber diese Erfahrung hat mir geholfen, um meine jetzigen Praktikumsstellen auszuwählen und meine Vorstellungen mit den tatsächlichen Anforderungen meiner Wunschberufe abzugleichen. 

Dies bestätigen übrigens auch viele andere Teilnehmer des Stöbertages; hoffentlich gibt es diesen Tag noch viele Jahre. Mir persönlich hat die Arbeit in der Redaktion großen Spaß gemacht, da ich mich mit vielen unterschiedlichen Themen auseinanderzusetzen konnte und auch Bereiche kennengelernt habe, die für mich neu waren – genau wie damals beim Stöbertag auf dem Reiterhof.

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