Autofahrer ignorierten Verkehrsschilder und beschimpften Forstarbeiter

Fällarbeiten vorerst beendet: Sperrung der Landstraße 696 aufgehoben

Umgeben von Baumstammstapeln ging die Seilkrananlage ihrer Arbeit nach: Die zuvor bereits gefällten Fichten wurden erst von Rinde und Ästen befreit und danach halbiert.
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Umgeben von Baumstammstapeln ging die Seilkrananlage ihrer Arbeit nach: Die zuvor bereits gefällten Fichten wurden erst von Rinde und Ästen befreit und danach halbiert.

[Update, 19. März, 18.20 Uhr] Erst verlängert, nun frühzeitig beendet: Die Landstraße 696 von Rüendanz in Richtung Oestertalsperre ist ab sofort wieder befahrbar. 

Herscheid - Der Landesbetrieb Wald und Holz hat die Straßensperrung, die ursprünglich bis zum 16. März andauern sollte und zwischenzeitlich bis zum 24. März ausgeweitet wurde, am Freitagnachmittag (19. März) aufgehoben.

Grund für die Vollsperrung der Landstraße waren Fällarbeiten in diesem Bereich. Das vom Borkenkäfer befallene Holz musste schnellstmöglich beseitigt werden, da einige Bäume auf die Fahrbahn stürzen könnten. Dabei kam eine Spezialmaschine zum Einsatz; diese befindet sich nach getaner Arbeit wieder auf ihrem Rückweg in heimische Gefilde in Österreich. 

Befestigt an der sogenannten Laufkatze wurden die gefällten Bäume den steilen Hang hochgezogen. Direkt unterhalb ist die Landstraße zu erkennen, die trotz Fällarbeiten und Beschilderung von vielen Fahrern genutzt wurde.

„Die Straßensperrung ist somit vorerst aufgehoben, unsere Arbeiten in diesem Bereich sind aber noch nicht abgeschlossen“, betont Herscheids Revierförster Klaus Kermes. Im Verlauf der Landstraße 696 müssten noch weitere Bäume gefällt werden, dann aber vermutlich ohne Spezialmaschine. Weitere kurzfristige Sperrungen seien nötig; einen Zeitplan gibt es noch nicht.

Herscheids Revierförster hofft, dass sich bei den weiteren Arbeiten mehr Fahrer an die Straßensperrung halten. Denn trotz der aufgestellten Beschilderung hätten fortlaufend Fahrzeuge den in den letzten neun Tagen gesperrten Abschnitt zwischen Kiesbert und Emmeszaun genutzt. Nicht genug, dass sie sich damit leichtfertig einer großen Gefahr ausgesetzt haben. „Die Forstarbeiter wurden sogar beschimpft, wenn sie auf die Sperrung hingewiesen haben“, zeigt Kermes kein Verständnis für das Verhalten der Drängelfahrer.

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