Euphorie des Handels auf die Kunden übertragen

Firma Gustav Alberts bereinigt Sortiment

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Produktmanagerin Sandra Sattler und Marketingleiter Holger Geck zeigen eine Auswahl an Alberts Care-Produkten, die nach der Sortimentbereinigung erhalten bleiben.

Herscheid – Zaunelemente, Riegel, Beschläge – all diese Dinge verbindet man mit Herscheids größtem Arbeitgeber. Doch die Firma Gustav Alberts widmet sich nicht nur den Bereichen im Garten und vor dem Haus, sondern auch der nützlichen Gestaltung des Gebäudeinneren.

Fernab der seit Jahrzehnten erfolgreich produzierten Eisenwaren fiel 2009 der Startschuss für die Produktserie „Alberts Care“. Diese umfasst Alltagshelfer, mit denen das selbstbestimmte Leben im Alter in den eigenen vier Wänden erleichtert werden soll. Doch wie passen Haltegriffe oder Drehkissen zum bislang bekannten Alberts-Konzept? 

„Wir wollten ganz bewusst Neuland betreten“, erklärt Marketingleiter Holger Geck. In diversen Arbeitskreissitzungen erarbeiteten die Alberts-Mitarbeiter Konzepte, um dem demografischen Wandel zu begegnen und Lösungen für die Probleme älterer Generationen zu finden. 

Mit den Care-Produkten wurde zwar das Rad nicht neu erfunden, gibt es derlei Helfer beispielsweise auch in Sanitätshäusern. Doch im Gegensatz dazu bietet Alberts seine Alltagshelfer über seinen klassischen Vertriebsweg, also über Baumärkte, bundesweit an. Wer beispielsweise sein Bad renoviert, der kann dieses zukunftsgerichtet seniorengerecht gestalten. Eine Idee, die von Anfang an „vom Handel euphorisch aufgenommen wurde“, berichtet Produktmanagerin Sandra Sattler über den großen Zuspruch seitens der Handelspartner, der bis heute anhält. 

Im Gegensatz dazu scheinen viele potenzielle Nutzer noch ein wesentliches Problem mit dem Angebot zu haben: „Die Kunden suchen solche Produkte nicht im Baumarkt“, vermutet Sandra Sattler. Ein Verhalten, das sich letztlich auch in den Umsatz- und Absatzzahlen niederschlägt. 

Im Rahmen einer Sortimentbereinigung wurde daher knapp die Hälfte der Care-Produkte aufgegeben. „Das ist kein ungewöhnlicher Prozess und nicht besorgniserregend“, sagt Holger Geck. Gleichzeitig betont der Marketingleiter, dass das Sortiment nicht in Gänze eingestellt werde. Für Stützklappgriffe, Teppichstopper, elastische Schnürsenkel oder Bett-erhöhungen sollen zusätzliche Vertriebswege verstärkt genutzt werden. 

Zwar betreibt die Firma Gustav Alberts keinen eigenen Internet-Shop. Doch über Onlinehändler und andere gängige Plattformen sollen die Care-Produkte verstärkt angeboten werden – und somit anonymer als im Handel vor Ort, um eine mögliche Hemmschwelle zu beseitigen. 

Sandra Sattler und Holger Geck blicken nach dem getätigten Einschnitt optimistisch nach vorne und sind von dem Nutzen für die Bürger überzeugt: „Unser Sortiment lebt.“

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