Gut gehütetes Geheimrezept

Erstes Fest seit Coronabeginn: Mit Reibekuchen ein ganzes Dorf locken

Reibekuchen, gemacht aus 50 Kilo Kartoffeln und 25 Kilo Zwiebeln, wurden im heißen Fett gebraten.
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Reibekuchen, gemacht aus 50 Kilo Kartoffeln und 25 Kilo Zwiebeln, wurden im heißen Fett gebraten.

In Elsen konnte am Samstagabend endlich wieder das beliebte Reibekuchenfest gefeiert werden. Es war die erste Veranstaltung der Dorfgemeinschaft seit Coronabeginn – und die Resonanz riesig: „90 haben sich angemeldet“, sagte Dietrich Herfel, der wieder seine Scheune für das Fest zur Verfügung gestellt hatte.

Herscheid - Schnell bildete sich eine Schlange mit hungrigen Gästen vor der großen Pfanne. Serviert wurden die Reibekuchen ganz traditionell — mit Schwarzbrot und Rübenkraut oder Apfelmus. An den Stehtischen und Bänken war die Freude groß, sich mal wieder in lockerer Atmosphäre treffen zu können.

Schon am Tag zuvor begannen die Helfer mit den Vorbereitungen für das Fest. Am Freitag wurde geschält, am Samstag gerieben. Verarbeitet worden sind gut 50 Kilo Kartoffeln, dazu rund 25 Kilo Zwiebeln. „Das Rezept ist geheim“, hieß es. Die Festleitung hatten Edgar Althoff und Nora Althoff sowie Anja Gebehenne und Björn Gebehenne inne. Die Veranstaltung fand unter den 3G-Regeln statt. Zutritt hatten nur Geimpfte, Genesene oder Getestete. Das habe reibungslos geklappt, resümierte Herfel. „Wir mussten niemanden nach Hause schicken.“

Geöffnet hatte am Samstagabend auch das kleine Bauernmuseum auf dem Herfel-Gelände. In dem gut 300 Jahre alten Gebäude sind alte landwirtschaftliche Geräte ausgestellt. Zu sehen gab es auch einen 80 Jahre alten Staubsauger, der sogar noch funktioniert.

90 Anmeldungen gab es für das Reibekuchenfest am Samstag. Die Freude war groß, sich mal wieder treffen zu können. Es galt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet).

Letzte Woche haben die Elsener Besuch von der Bewertungskommission des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ erhalten, bei dem sich das Herscheider Dorf angemeldet hatte. Freuen konnten sie sich über den zweiten Platz, der mit 600 Euro dotiert ist.

Ob die Dorfgemeinschaft nochmal bei dem Wettbewerb mitmacht? „Das kann gut sein“, meinte Herfel im Gespräch, für dessen kleines Museum es zusätzlich eine Prämie in Höhe von 500 Euro gab. Das Feedback der Kommission sei hilfreich gewesen.

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