Landtagsabgeordneter signalisiert Unterstützung

Erste Ausbauplanungen präsentiert: Die Gemeinschaftshalle der Zukunft

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Im Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Gordan Dudas (Zweiter von links) und Bürgermeister Uwe Schmalenbach (Zweiter von rechts) erklärten die Schützen Dirk Schöttler (links) und Volker Halbhuber (rechts) den Planentwurf.

Herscheid – Sie soll zur guten Stube der Gemeinde werden. Doch aktuell präsentiert sich die Gemeinschaftshalle eher baufällig. Beim Schützenfest wurden erste Entwürfe für die angestrebte Sanierung präsentiert. Die Bürger sind weiter dazu aufgerufen, ihre Ideen in den Prozess einfließen zu lassen.

Dies ist bereits mehrfach erfolgt: Der Schützenverein, als Verwalter der Halle, und die Gemeindeverwaltung hatten im Januar zu einer Bürgerwerkstatt eingeladen. Dabei diskutierten über 70 Einwohner über die bestehenden Mängel, erwünschte Nutzungsmöglichkeiten und denkbare Erweiterungen der Halle. 

Die gesammelten Vorschläge sind gebündelt worden und von dem Architekturbüro Archifaktur (aus Lennestadt) in einer Planung umgesetzt worden. Eines der grundsätzlichen Ziele sei die Verlegung der Toiletten aus dem Unter- in das Erdgeschoss, um die Barrierefreiheit herzustellen. 

Diese wurde beim Schützenfest oft vermisst: Vor allem das Vogelschießen am Samstag und das abschließende Konzert am Sonntag wurden von vielen älteren Bürgern besucht, die zum Aufsuchen der sanitären Anlagen die alte Treppenanlage nutzen mussten. 

Erfreut zeigten sich die Schützen über den Besuch des Landtagsabgeordneten Gordan Dudas: Der SPD-Politiker ließ sich von Bürgermeister Uwe Schmalenbach und dem Schützenvorstand die Planungen erklären und befand diese als nachvollziehbar. „Für mich ist das die logische Fortsetzung der Herscheider Dorfsanierung“, sagte Dudas. 

Nach dem Umbau von Dorfwiesen und Schulplatz sei die Sanierung der Gemeinschaftshalle am Dorfeingang ein schlüssiger Abschluss, der zur Aufwertung des Ortsbildes beitragen könne. Daher will Dudas die Planungen bei seiner Tätigkeit im Düsseldorfer Landtags unterstützen.

Denn eines steht fest: Ohne finanzielle Hilfe dürfte dieses Projekt angesichts von kalkulierten Kosten im siebenstelligen Eurobereich nicht realisierbar sein. Genau deswegen wird die Gemeindeverwaltung im September einen entsprechenden Antrag stellen, in der Hoffnung auf weitere Städtebaufördermittel des Landes. 

Da sich die energetische und barrierefreie Ertüchtigung der Halle als Projekt 39 im Gemeindeentwicklungskonzept befindet, und aus diesem zuvor bereits einige Maßnahmen gefördert wurden, rechnen sich Verwaltung und Schützen gute Chancen aus, dass die Planungen möglichst bald umgesetzt werden können.

Das ist geplant: Gebaut wurde die Gemeinschaftshalle im Jahr 1956. Der bauliche Zustand und die technische Ausstattung sind daher längst in die Jahre gekommen und genügen nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Daher umfassen die Renovierungspläne zahlreiche Punkte. 

In Richtung Parkplatz soll die Halle einen Anbau erhalten, der Eingang, Garderobe, Küche und WC beinhaltet. Durch einen überdachten Windfang soll sich das Gebäude zum Platz öffnen. Die Maßnahme in diesem oberen Bereich beinhaltet die Sanierung des Foyers, die Verlegung der Theke und den Rückbau der Treppe. 

Der Schießstand, der aktuell noch auf der Empore untergebracht ist, soll ins Untergeschoss verlagert werden. Dort entstehen räumliche Kapazitäten durch die Umnutzung der Garderobe. Der Hallensaal soll abtrennbar werden, eine neue Beleuchtung und eine kontrollierte Heizung / Lüftung erhalten. In diesem Zuge soll die Bühne umgebaut und mit moderner Technik ausgestattet werden. 

Fassadensanierung (inklusive Fenster), energetische Dachsanierung und die Anschaffung einer mobilen Theke komplettieren die Gesamtmaßnahme.

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