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Eröffnung noch dieses Jahr geplant: Vorfreude auf das neue Gerätehaus

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Von: Georg Dickopf

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Baubesprechung mit Architekten und Bauunternehmen: Löschgruppenführer Thomas Felske (3. von links) sowie Dirk Dismer (2. von rechts) und Lothar Weber (rechts) von der Gemeinde.
Baubesprechung mit Architekten und Bauunternehmen: Löschgruppenführer Thomas Felske (3. von links) sowie Dirk Dismer (2. von rechts) und Lothar Weber (rechts) von der Gemeinde. © Dickopf

Mit seiner grau-roten Außenhaut erkennt man das neue Feuerwehrgerätehaus im Bergdorf Rärin schon von Weitem, auch wenn es noch nicht ganz fertig ist. So soll die Beschriftung an der prägnanten Vorderseite neben den drei großen roten Rolltoren in den nächsten Wochen angebracht werden. 

Herscheid „Feuerwehr LG 5 Rärin“ wird dann links neben dem Tor zu lesen sein. Auch die noch geschotterte Zufahrt zum Gerätehaus soll in den nächsten Tagen asphaltiert werden.

Bauunternehmer Mark Kriesten besprach die Details bei einer Baubesprechung vor Ort, an der neben Dirk Dismer und Lothar Weber vom Herscheider Bauamt auch Löschgruppenführer Thomas Felske und Roger Kampmann vom Planungsbüro Kombi-Plan teilnahmen.

100 000 Liter im Außentank

Im Außenbereich ist ein weiteres großes Projekt geplant, denn links von der Einfahrt soll unterhalb der vorgesehenen Stellplätze ein Löschwassertank mit einem Volumen von 100 000 Litern eingelassen werden. Damit gewährleiste man die Löschwasserversorgung bei einem Brand in Rärin.

Hinter dem Neubau, in dem sich die fast fertigen Sozial- und Versammlungsräume mit großen Fenstern befinden, soll noch ein Außenbereich angelegt werden. Dort werde das Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) auch eine Wetterstation errichten, verriet Löschgruppenführer Thomas Felske.

Begonnen wurde mit dem Neubau auf dem Bergrücken im September letzten Jahres. Gut ein Jahr später soll mit rund sechswöchiger Verspätung im November die Fertigstellung gefeiert werden. Der genaue Termin steht nach den Angaben des ehemaligen Bauamtsleiters Lothar Weber noch nicht fest, werde aber demnächst festgelegt.

Schließlich gibt es auch einen Grund zu feiern, denn in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld mit massiven Baukostensteigerungen gelang es, die Gesamtbaukosten unter der Schallmauer von zwei Millionen Euro zu halten. Lothar Weber rechnet mit einer Endsumme von etwas über 1,9 Millionen Euro. Dank einer Förderung des Projektes in Höhe von rund 250 000 Euro reduziere sich die Endsumme für die Gemeinde Herscheid entsprechend. Geschaffen wurde dafür eine moderne und helle Fahrzeughalle mit einer Fläche von 200 Quadratmetern. Weitere 250 Quadratmeter groß sind die Umkleideräume für Frauen und Männer, die sanitären Einrichtungen, die Versammlungs-, Küchen- und Büroräume.

Lagebesprechung in der Räriner Fahrzeughalle, in der die neuen Umkleidespinde auf ihren Einbau im benachbarten Sozialtrakt warten.
Lagebesprechung in der Räriner Fahrzeughalle, in der die neuen Umkleidespinde auf ihren Einbau im benachbarten Sozialtrakt warten. © Dickopf

„Wir hatten im alten Gerätehaus nicht die Möglichkeit einer Schwarz-Weiß-Trennung“, sagt Thomas Felske und meint damit den Umgang mit verschmutzter Einsatzkleidung, die laut Vorgabe nicht mit der Privatkleidung in Kontakt kommen soll. Bei Feuerwehreinsätzen besteht die Gefahr des Kontaktes mit gesundheitsschädlichen Stoffen. Entsprechend kontaminierte Einsatzkleidung könne zukünftig ebenso wie kontaminierte Technik in dafür vorgesehenen Behältnissen gesammelt werden.

Gerätehaus-Altbau stammt von 1965

In dem 1965 erbauten Gerätehaus in Rärin, das schräg hinter dem Neubau steht, war für so etwas auch nicht genügend Platz vorhanden. Wie Dirk Dismer betonte, soll das alte Feuerwehrgerätehaus im Frühjahr des nächsten Jahres abgerissen werden. An gleicher Stelle seien zusätzliche Stellplätze geplant. Zudem sei die Errichtung von zwei Wohnmobil-Stellplätzen mit entsprechenden Ver- und Entsorgungseinrichtungen vorgesehen.

Ebenfalls geplant ist die Installation eines Notstromaggregates, mit dem das Gerätehaus im Falle eines Stromausfalles versorgt werden könne.

Verzichtet hat die Gemeinde bei der Planung auf die zusätzliche Installation einer PV-Anlage, denn dazu sei auch die Abnahme eines Großteils des produzierten Sonnenstroms notwendig. Doch genau diese Abnahme der Energie könne nicht gewährleistet werden, da das Gerätehaus vornehmlich bei Einsätzen, Gruppenabenden oder Besprechungen genutzt werde. Grundsätzlich ist laut Lothar Weber aber eine Installation einer PV-Anlage auch später noch möglich.

Beheizt wird der Gebäudekomplex nach den Angaben von Roger Kampmann von der Firma Kombi-Plan über eine mit Flüssiggas betriebene Brennwertherme. Auch hier habe die nur gelegentliche Nutzung des Gebäudes den Ausschlag für das Heizsystem gegeben.

Nachwuchs gesucht

Löschgruppenführer Thomas Felske würde sich über Zuwächse in der 25 Kräfte starken Löschgruppe Rärin freuen. Rärin müsse dabei nicht zwingend der Wohnort sein. Interessierte Männer und Frauen können sich bei der Gemeinde Herscheid melden.

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