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Felsenbirne und Weichselkirsche: Zum Dank gibt es ein Wildgehölz

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Wildgehölze als Dank für Herscheider
Julien Eichhoff (links) und Ann-Kathrin Appelbaum übergaben die ersten Wildgehölze an Jörg Bohrmann und René Pattberg (rechts). © Simone Rein

Erst vor wenigen Tagen erhielten Julien Eichhoff und Ann-Kathrin Appelbaum den Klimaschutzpreis für ihr Nachhaltigkeitsprojekt Brummerbuffet. Ein Teil des Preisgeldes ist bereits für ein neues Projekt eingeplant.

Herscheid – Das Team hatte sich ein besonderes Geschenk für die Herscheider einfallen lassen: Vom Erlös aus dem Verkauf aus den Saatgutkästen wurden heimische Wildgehölze bei einer Hamburger Baumschule geordert – genauer gesagt Felsenbirne, Weichselkirsche, Wildrose und Schwarzer Holunder. „Wir haben solche Sträucher ausgesucht, die wenig Wasser brauchen“, erklärt Julien Eichhoff. Wildrosen beispielsweise wachsen vermehrt an der Nordsee in den Dünen und kommen drei Monate ohne Wasser aus.

Als Dank für das große Interesse an Wildblumensamen, die aus dem Saatgutautomaten entnommen wurden, damit viele schöne Blumenwiesen wachsen konnten, sollten von jeder Sorte zehn Sträucher verschenkt werden. Hierfür musste man nur auf der Facebook-Seite „Herscheider Brummerbuffet“ unter dem Beitrag kommentieren, welche Sorte man gerne haben möchte. Bei mehr als zehn Kommentaren entschied das Los.

Sehr begehrt war die Felsenbirne. Der Grund für das hohe Interesse könnte die ZDF-Sendung „Duell der Gartenprofis“ sein, in der die Felsenbirne in den vergangenen Wochen sehr oft erwähnt wurde. Doch genau diese Sorte stand für die erste Übergabe an die neuen Besitzer noch nicht zur Verfügung. Leer ausgehen sollte aber niemand. Daher durfte jeder, der bei der Felsenbirne Pech hatte, eine andere, noch übrig gebliebene Sorte auswählen.

René Pattberg holte für seine Mutter Claudia Hempler einen Holunder ab. Gleich drei Sorten gingen an Jörg Bohrmann, der für Familienmitglieder die Geschenke entgegennahm. Elisabeth Brühne freute sich über den Schwarzen Holunder und lobte es als eine „tolle Aktion“. Vadet Güler mag Kirschen sehr gerne und entschied sich für die Sauerkirschensorte. Patrick Sarna wünschte sich schon immer etwas bienenfreundliches in seinem großen Garten und wählte den Holunder, der auch im Frühling schön sein soll. Ramona Stumpe aus Plettenberg verarbeitet gerne die Früchte und freute sich über den Holunder und die Weichselkirsche. Eine Teilnehmerin kam aus Wyk auf Föhr. Doch die Übergabe sollte sich in dem Fall etwas schwierig gestalten.

Neue Ideen zur Nachhaltigkeit seien bereits in Planung. Soviel sei verraten: Es soll um einen „Tausch“ gehen.

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