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 „Endlich wieder leben“: Himmelfahrt-Wanderer genießen „neue“ Freiheiten

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Von: Nina Scholle

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Nicht zu heiß, nicht zu kalt und vor allem kein Regen: Die Besucher genossen ideale Bedingungen in Ober-Holte.
Nicht zu heiß, nicht zu kalt und vor allem kein Regen: Die Besucher genossen ideale Bedingungen in Ober-Holte. © Nina Scholle

 Endlich wieder zusammenkommen, endlich wieder unter Leute gehen, endlich wieder ein bisschen leben wie vor zwei Jahren, bevor die Coronapandemie über einen hereinbrach: Beim traditionellen Himmelfahrts-Picknick der Löschgruppe Neuemühle kam man dem Gefühl von Normalität seit langer Zeit mal wieder sehr nahe. „Es freuen sich einfach alle“, erzählte Jasmin Bölling von der Löschgruppe Neuemühle begeistert. „Wenn man sich umsieht: Alle Leute lächeln!“

Herscheid - Bereits am frühen Nachmittag zog Bölling eine durchweg positive Resonanz. „Halb Herscheid“ sei auf den Beinen, erzählte sie, dazu benachbarte Löschgruppen aus Valbert und Kierspe sowie zahlreiche Wanderer und Mountainbiker, für die Ober-Holte entweder Zwischen- oder Endstation war.

Richtig Glück habe man mit dem Wetter gehabt: Um 10.30 Uhr haben sich die ersten Sonnenstrahlen gezeigt – pünktlich zu Beginn des Picknicks. „Damit konnte man einsteigen“, so Bölling. Zwar zogen den ganzen Tag über Wolken durch, doch gab es auch Phasen, in denen der Himmel strahlend blau war. Genaugenommen waren die Wetterbedingungen perfekt für einen Ausflug: trocken und nicht zu heiß.

Nach zwei Jahren Coronazwangspause habe man richtig Lust gehabt, wieder was zu machen, erzählte Bölling. So erging es nicht nur ihr, sondern dem gesamten Team der Löschgruppe. Alle haben mitangepackt – ältere Kinder, die Ehrenabteilung, Aktive sowie deren Partner.

Dabei gab es laut Bölling noch „einen Stressmoment“ kurz vor Beginn: Die Fritteuse war kaputt gegangen. Auf Pommes mussten die Picknick-Besucher dennoch nicht verzichten. Die Löschgruppe Herscheid war eingesprungen und hatte kurzfristig eine Fritteuse bereitgestellt. „So hält die Feuerwehr zusammen“, lobte Bölling.

Neben Pommes gab es auch Reibeplätzchen, Steaks und Würstchen; dazu Waffeln und zahlreiche verschiedene Kuchen und Torten. Jeder Aktive sollte zwei Kuchen beisteuern. Für Bölling, deren Mann ebenfalls in der Löschgruppe aktiv ist, bedeutete das: vier Kuchen backen und zwar bis spät in die Nacht. Doch Bölling nahm’s locker: „Das macht man einfach gerne“, sagte sie lachend. Wenn dieser Grundsatz beibehalten wird, dürfen sich die Besucher im kommenden Jahr auf eine noch üppigere Kuchenauswahl freuen, denn im Zuge des Himmelfahrt-Picknicks hat die Löschgruppe Neuemühle gleich zwei neue Mitglieder anwerben können. Und Bölling wirbt weiter: „Wir suchen immer neue Leute!“

Der Ruf des guten Essens beim Himmelfahrt-Picknick in Ober-Holte ist hinlänglich bekannt. „Wenn man Hunger hat, fährt man hier rauf“, sagte zum Beispiel Annelie Bölling und aus der langen Schlange vor dem Grill hörte man einen Mann sagen: „Ich nehme Currywurst Pommes. Die machen hier gute Sachen. Das haben sie all die Jahre gemacht.“

Doch nicht nur das gute Essen lockte die Besucher; viele sehnten sich danach, mal wieder raus und unter Leute zu kommen. „Endlich wieder leben! Das ist so schön!“ sagten zum Beispiel zwei Damen, die zu einer Nachbarschaftsgruppe gehörten und für die der Besuch des Himmelfahrt-Picknicks eine echte Tradition ist. „Die Leute sind einfach nur glücklich und zufrieden“, alle seien „gut drauf“, so die beiden.

Dem konnte sich Renate Hermes nur anschließen: „Die Leute haben irgendwie auf so etwas gewartet“, sagte die Plettenbergerin, die spontan mit ihrem Mann nach Ober-Holte gekommen war. Zufällig haben sie von dem Picknick gelesen und die Lust auf ein „schönes Stück Torte“ habe sie hergeführt. „Eine Torte ist besser als die andere!“, schwärmte Hermes. Das Picknick sei „super organisiert“ gewesen, so Hermes, sie sei „vollauf zufrieden“. „Es war wunderbar!“

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